MarkusCerenak.com - Lass es dir gut gehen! http://www.markuscerenak.com Fri, 24 Oct 2014 08:04:35 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.0 MarkusCerenak.com - Lass es dir gut gehen! no MarkusCerenak.com - Lass es dir gut gehen! http://www.markuscerenak.com/wp-content/plugins/powerpress/rss_default.jpg http://www.markuscerenak.com Eine Rückschau ins Hamsterrad: Ein steiniger, aber lohnender Weg http://www.markuscerenak.com/hamsterrad-rueckschau.html http://www.markuscerenak.com/hamsterrad-rueckschau.html#comments Fri, 24 Oct 2014 07:03:10 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8590 Business woman relaxing

Ich war tatsächlich dort: Ich habe mich tagtäglich abgestrampelt und dachte, ich wäre auf dem Weg die Karriereleiter hinauf – hatte den Blick stur nach vorne gerichtet, habe extrem viel geleistet und wusste raffiniert genau, wie ich anderen gefallen konnte.

Schließlich hatte ich meine gesamte berufliche Laufbahn darauf ausgerichtet, wo ich jetzt gerade war: Matura, abgeschlossenes Psychologiestudium in Mindestzeit, Fokus auf Wirtschaftspsychologie (dort waren die Taffen unterwegs), mehr Praktika in diesem Bereich, als notwendig gewesen wären, und das Ziel, eine Managementkarriere aus dem Lehrbuch in einem möglichst großen Unternehmen einzuschlagen.

Et voilà, da war ich nun, in meinem persönlich geschaffenen, beruflichen Hamsterrad.

Und eigentlich hätte ich glücklich bzw. innerlich zufrieden sein sollen…

Zufrieden mit mir selbst und sehr zufrieden durch das viele Lob und die bewundernden und stolzen Blicke von außen, wenn ich von meiner Tätigkeit in einem der größten und wichtigsten Ministerien überhaupt berichtete.

Das typische „Schulterklopfen“ schien ich tatsächlich irgendwie zu brauchen.

Was passieren musste, damit ich aufgeweckt wurde

Schleichend aber doch machte sich ein Gefühl der Leere in mir breit. Ich saß in meinem Einzelbüro, blickte aus dem Fenster und sehnte mich nach … ganz genau konnte ich es noch nicht in Worte fassen, aber es war so etwas wie der Ruf nach Freiheit.

Und es wurde schlimmer. Jeden Morgen grüßte das Murmeltier und es fiel mir schwerer und schwerer, mich morgens aus dem Bett zu schleppen. Mittlerweile war ich chronisch verschnupft und fragte mich, wo meine ganze Energie geblieben war.

Und ich begann mir erstmals die so essenziellen Fragen zu stellen:

Entspricht das, was du hier tust, eigentlich deinem wensentlichen Kern?

Das, was dich als Menschen ausmacht?

Deinen ureigenen Stärken?

Ist es das, was du wirklich willst?

Wo ist das Strahlen in deinen Augen hin verschwunden?

Und wann hast du dich das letzte Mal so richtig glücklich gefühlt?

Puhh … und dann versuchte ich mich daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal so richtig zufrieden und innerlich ausgeglichen war. Und mit Erschrecken stellte ich fest, dass das schon einige Zeit zurücklag.

Was ich getan habe, um wieder eine Zielgerade vor mir zu sehen

Ich habe Distanz zum Hamsterrad gewonnen

Ich habe 10 Tage an einem Persönlichkeitsentwicklungs-Seminar teilgenommen, habe meine Wahrnehmung dadurch extrem geschärft und durfte erkennen, dass die Welt außerhalb meines Hamsterrades ziemlich bunt und lebendig sein kann.

Ich habe mich auf eine Reise in meine Vergangenheit begeben

Ich bin metaphorisch auf meiner Zeitlinie zurück in die Vergangenheit bis zu meiner Kindheit gegangen und habe mich gefragt, in welchen Momenten ich so richtig bei mir und glücklich war. Dabei stellte sich heraus, dass eines meiner wesentlichen Talente darin liegt, kreativ und schauspielerisch tätig zu sein.

Außerdem habe ich mich gefragt, mit welchen Themen Menschen bei mir um Rat gesucht hatten, und immer wieder poppte das Thema zwischenmenschliche Beziehungen auf.

Ich habe wieder auf mein GESPÜR geachtet

Eines wusste ich: Wenn ich diesen inneren Widerstand, der sich in mir entwickelt hatte, weiterhin ignorieren würde, kann und wird das böse Folgen habe. Außerdem, wozu Gefühle verdrängen?

Sie sind doch der wichtigste Wegweiser, den das Leben für uns parat hält.

Ich habe begonnen, mir etwas Eigenes zu erschaffen

Nachdem ich mir bei einem Experten objektives Feedback von außen geholt hatte (das war freilich Markus, dessen Blog ich 2-mal pro Woche sehnlichst erwartete), habe ich meinen psychologischen Blog Stück für Stück aufgebaut. Und plötzlich verspürte ich wieder ungemeine Lebensenergie in mir.

Ich habe gekündigt

Dann stand ich vor dem größten Schritt überhaupt. Ich wusste:

Jetzt oder nie ist es an der Zeit, all in zu gehen.

Nachdem mein Paralleldasein als Bloggerin und in meinem 40h-Bürojob einfach zu viel wurde und mein Blog samt Anfragen rasend schnell zu wachsen begann, habe ich es tatsächlich getan und gekündigt.

Ich wollte mich voll und ganz auf die eine Sache in meinem Leben konzentrieren und meine Energie nicht ständig teilen müssen.

Womit ich danach NICHT gerechnet hatte

Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen, um mit den verzerrten Vorstellungen, die ich von meiner Selbstständigkeit und von meinem persönlichen „Lifestyle“ hatte, aufzuräumen.

Die Gefahr, dass der eigene Lifestyle dann wieder zu einem Hamsterrad wird, ist nämlich gar nicht so gering.

Wir können nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn wir den möglichen Konsequenzen einer Veränderung in die Augen schauen! Bestenfalls von Beginn an!

Meine Beziehung wurde auf eine harte Probe gestellt

Da sich mein Partner zwei Wochen vor mir selbstständig gemacht hatte, kam es bei uns beiden zu einer ziemlich rasanten Umstellung. Nur, dass er weiterhin von 9 to 5 arbeitete und sich meine Arbeitszeiten nach hinten, teilweise bis spät in die Nacht verschoben.

Als Bloggerin ist es mein Ziel, erreichbar und präsent zu sein. Das bedeutet, dass es auch Posts, Anfragen und Kommentare am Wochenende gibt. Somit sind mein Laptop und mein Smartphone ständiger Begleiter, egal wo wir gerade sind. Wir waren sozusagen sehr oft zu dritt!

Es hat einige Zeit gedauert, bis sich ein gegenseitiges Verständnis für die neuen Lebensumstände entwickelt hat und ich keine unterschwelligen Vorwürfe bekam, wenn ich schon wieder auf Facebook oder in anderen Social-Media-Kanälen, sogar an unserem heiligen Wochenende, „herumklickte.“

Ich musste rauen Gegenwind aus meinem Umfeld aushalten

Die Menschen, dir mir am nächsten stehen, und von denen ich mir einfach naturgemäß Unterstützung wünschte, verstanden einfach nicht, wie ich einen sicheren 40h-Job aufgeben konnte, um etwas zu tun, dessen Umfang sie einfach nicht verstehen konnten.

Es hat mich viel Kraft gekostet zu erklären, was ich ab jetzt tue, und nicht Gefahr zu laufen, mich ständig zu rechtfertigen.

Mein Konsumverhalten hat sich komplett verändert

Ich habe noch nie so sparsam gelebt wie im letzen Jahr! Es gab keinen Sommerurlaub in dem Sinn, auswärts essen war gestrichen, kein Shoppen (außer E-Kurse und technisches Equipment), kein Kino, keine Konzerte etc. Ich habe buchstäblich jeden Cent umgedreht.

Doch es ist nicht so schlimm, denn mittlerweile brauche ich mich selbst nicht für Zeit zu belohnen, die ich anstatt zu arbeiten lieber woanders verbracht hätte.

Ich war mit meinem Zeitmanagement komplett überfordert

Plötzlich war der ganze Tag zu meiner freien Gestaltung verfügbar. Mit so viel Freiheit konnte ich allerdings nach jahrelanger Struktur, in der ich gelebt hatte, nicht gut umgehen. Ich habe mich ständig verzettelt, habe mir Dates mit Freunden ausgemacht – um sie anschließend wieder abzusagen -, hatte das Gefühl nicht weiterzukommen, hatte einen komplett verschobenen Rhythmus etc. …

Meine Gefühle sind mit mir Achterbahn gefahren

Obwohl ich Psycholgin bin, wurde mein Emotionsmanagement tagtäglich getestet. Natürlicherweise kamen Zukunftsängste in mir hoch und ich begann noch mehr zu arbeiten, um alles richtig zu machen. Und am besten alles auf einmal.

  • „Was passiert, wenn mein Plan nicht aufgeht?“
  • „War es die richtige Entscheidung, gleich komplett zu kündigen?“
  • „Vielleicht brauche ich doch die Sicherheit und Struktur eines 9-to-5-Jobs?!“

Und trotz allem geht es mir gut – ja, ich würde beinahe sagen, besser als je zuvor. Ich möchte dich mit diesem Artikel keinesfalls desillusionieren, im Gegenteil. Ich möchte ein realistisches Bild davon zeichnen, was passiert, wenn du dein Hamsterrad verlässt und beginnst, deiner Leidenschaft zu folgen.

Mittlerweile habe ich mein Zeitmanagement fest im Griff: An dieser Stelle vielen Dank an Thomas Mangold, aus dessen Podcast, den ich morgens beim gemütlichen Frühstückscafé zuhause genieße, ich extrem viel zum effizienten Leben und Arbeiten lernen konnte.

Ich bin zutiefst dankbar dafür, dass ich jeden Tag mit Tätigkeiten füllen darf, die mir auch nach 9 Monaten Bloggerdasein noch total viel Freude bereiten, und die meiner kreativen Persönlichkeit entsprechen.

Ich habe meinen Beruf sozusagen selbst erfunden.

Ich habe das Gefühl, nie auszulernen, und es stimmt, ich empfinde die Arbeit nicht mehr als Arbeit.

Ich fühle mich dadurch erfüllt, dass ich Menschen dabei unterstütze, viel Gespür für sich selbst zu entwickeln und wirklich erfüllende Beziehungen zu leben.

Das macht so viel Sinn für mich.

Ich darf inzwischen mit Menschen arbeiten, die ich durchaus als meine Traumzielgruppe beschreiben kann, und die mich auch ausreichend dafür bezahlen.

Und auch mein Partner und ich ziehen mittlerweile ganz fest an einem Strang.

Ich bin zuversichtlich, dass ich ab dem Frühjahr 2015 auch finanziell komplett auf eigenen Beinen stehen kann – nicht alleine durchs Bloggen.

Doch mein Blog ist mein virtuelles Zuhause und für mich der bedeutsame Dreh- und Angelpunkt, aus dem sich alles andere ergibt.

Ich freue mich über deinen Kommentar: Wo stehst du gerade, und wohin führt dich deine Zielgerade?

Sei bei dir – bleib bei dir

Michaela


Michaela-ForstikMag. Michaela Forstik ist Psychologin und unterstützt Menschen dabei, viel Gespür für sich selbst zu entwickeln und dadurch erfüllende Beziehungen zu leben.

Es geht um erfüllende Beziehungen in der Liebe, der Freundschaft und der Familie.

Denn nur wer sich selber schätzt, kann für einen anderen ein Schatz sein!

Lebensnahe Artikel und nähere Infos rund um das Thema “Erfüllende Beziehungen leben” findest du auf ihrem Blog relationshipwith.me


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EML 084 – 24 Schritte, wie du deiner Business-Webseite einen echten Kick gibst! http://www.markuscerenak.com/eml-084-24-schritte-business-webseite.html http://www.markuscerenak.com/eml-084-24-schritte-business-webseite.html#comments Wed, 22 Oct 2014 10:58:23 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8551 Podcast-Artwork_small

Eine Business-Webseite ist nie fertig. Und es gibt eine Reihe von Elementen, die wichtig sind und vor denen du dich vielleicht auch ein wenig drückst.

Der heutige Podcast liefert dir eine Liste von 24 Faktoren, die für deine Webseite wichtig sind. Egal ob du ein Small Business betreibst, einen Webshop, ob du Freelancer, Internet Marketer oder Blogger bist.

Diese Liste bringt dich und deine Webseite weiter. Und dadurch auch mehr Leser und Kunden.

In dieser Episode erwähnte Links:

http://www.crazyegg.com/

http://shootcamp.at/start/

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https://developers.facebook.com/docs/insights/

http://www.affenblog.de/ueberschriften-schreiben/

 

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Erfolg mit Leidenschaft – EML 084 

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Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich http://www.markuscerenak.com/nicht-alles-was-hinkt-ist-ein-vergleich.html http://www.markuscerenak.com/nicht-alles-was-hinkt-ist-ein-vergleich.html#comments Mon, 20 Oct 2014 07:02:42 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8577 Confident Twins

Es passiert dir regelmäßig. Vieles in unserem Alltag, in unserer Gesellschaft ist darauf ausgerichtet: Nämlich auf den Vergleich. Das „Der hat was, was ich nicht habe“-Denken. Und genau aus diesem Grund, nämlich der „Das will ich auch haben und tun“-Denke, sind wir bereit, uns im Hamsterrad aufzuhalten.

Sei mal ehrlich zu dir: Wie oft schielst du verstohlen zu einem anderen Menschen hinüber und denkst dir:

  • Warum hat er das?
  • Warum kann sie das?
  • Warum hat er es schon so weit gebracht und ich bin noch immer nicht weiter?
  • Warum fällt ihr alles in den Schoß und bei mir ist das so mühsam?

Und wie oft entwickelt sich aus diesem Schielen ein negatives Gefühl des Mangels? Und wie schnell beneidest du dadurch jemanden? Und wie oft keimt dadurch Neid auf?

Das ist kein Vorwurf. Ausnahmslos jeder Mensch ist in Situationen, wo diese Gedanken durch den Kopf schießen. Wir sind so programmiert. Immer aufschauen, immer jemand suchen, der dich kickt, dich weiterbringt, dich besser werden lässt.

Ich kenne den Einwand, der jetzt kommt:

Aber nein, Markus, das ist kein Neid. Das sind dann eben Vorbilder, denen man nacheifert. Gegen Vorbilder-Haben ist doch nichts einzuwenden!

Das Problem mit Vorbildern

Brechen wir es mal gemeinsam runter. Was bedeutet es, ein Vorbild zu haben? Distanziert und von außen betrachtet ist ein Vorbild jemand, der besser ist, weiter ist, der etwas kann, hat, tut, weiß und du nicht. Jemand, wo du dir denkst:

„Das will ich auch“

„So will ich auch sein“.

Das führt zu zwei Problemen.

Erstens:

Du sagst unbewusst zu dir selbst:

Ich bin nicht so, wie ich sein sollte. Mir fehlt etwas.

Du machst dich klein, mangelhaft, unvollkommen. Kleines Detail am Rande: Dadurch entwickelt sich auch unser Konkurrenz-Denken. Du denkst, dass das, was du tust, nicht gut genug ist. Du nimmst Vorbilder so als vollkommen an, dass du abkupferst. Auch ich war dort. Auch ich habe diese Fehler gemacht. Indem ich mich zu viel darum gekümmert habe, was andere tun und was andere erfolgreich macht. Ich habe viel aus dieser Denke gelernt und meine Konsequenzen daraus gezogen.

Denn dadurch tust du Dinge, die nicht aus dir kommen, die nicht du sind, sondern die eine Reaktion sind. Eine Reaktion auf das, was andere tun, was andere erreichen, was andere sind. Somit ein siegessicherer Weg, unauthentisch zu sein.

Zweitens:

Du erkennst die Unterschiede zwischen dir und dem Vorbild. Du vergleichst dich mit dem Vorbild und misst ganz genau, was dir noch fehlt, um auch so zu sein.

Sorry, aber das geht einfach nicht. Willst du wirklich GENAUSO sein?

Denn das Ding mit dem Vorbild hat einen erheblichen Nachteil.

Es funktioniert nicht.

Denn um vergleichen zu können und dann „auch das zu haben“, müsstest du gleich sein.

Also gleiche Eltern, gleiche Erziehung, gleiche Freunde, gleiche Ausbildung, gleiches Aussehen, gleiches Denken, gleiches, gleiches, gleiches.

Und selbst wenn all das gleich wäre (was extrem unwahrscheinlich ist), bist du noch immer nicht gleich. Weil dein Vorbild dein Vorbild ist. Und du bist du.

Reinhard Sprenger hat in seinem sensationellen Buch „Die Entscheidung liegt bei dir“ (mein erklärtes Lieblingsbuch – kommt noch weit vor der „4-Stunden-Woche“ und dem ganzen anderen neumodischen Zeug) einmal geschrieben:

Der Tod jedes Glücks ist der Vergleich.

Zufriedenheit mit dir und mit dem, was du hast und bist, verschwindet auf der Stelle spurlos, wenn der Vergleich auf den Plan kommt.

Wie schon oft erwähnt, geht es im Hamsterrad nämlich um Leistung.

Die andauernde Alltags-Challenge und der falsche Motivationfaktor “Status”

Mit dem Leistungsdruck, den wir uns selber durch diese Vergleiche machen, ist es nicht getan. Ein mindestens genauso wichtiger Faktor ist das, was andere über dich denken. Zum Beispiel sind wir, was unsere Freizeitbeschäftigungen angeht, stets im Wettbewerb mit anderen.

Facebook ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

Warum posten Menschen ihren jeweiligen Status? Warum geben sie an, wo sie gerade sind, was sie gerade tun und vieles mehr?

Es gibt nur einen einzigen Grund: Bestätigung.

Facebook funktioniert deswegen so großartig, weil es zwei wichtige Bedürfnisse des Menschen befriedigt. Das Bedürfnis sich mitzuteilen und das Bedürfnis gehört zu werden. Wer auf Facebook etwas postet, möchte, dass es andere sehen.

Und noch viel mehr will man Anerkennung. Indem die „Freunde“ auf „Gefällt mir“ klicken, kommentieren oder teilen. Um nichts anderes geht es.

Eines steht fest: Das ist kein neuer Trend, er hat nur eine außergewöhnliche Ausformung durch Facebook bekommen. Menschen tun Dinge (vor allem in ihrer Freizeit), um ein „Schulterklopfen“ von anderen zu ergattern.

Spannend ist, dass viele für die Freizeit oftmals Geld ausgeben, das sie nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen. Und um entertainmenttechnisch die Nase vorne zu haben und freizeitmäßig den anderen zu übertrumpfen, wird nichts unversucht gelassen.

„Man gönnt sich ja sonst nichts“ oder „Das hab ich mir verdient nach den ganzen Strapazen“.

Für mich hat das alles wenig mit „Lass es dir gut gehen“ zu tun, sondern mit „Ich möchte auch zeigen, was ich kann und bin“.

Somit am Ende des Tages wieder ein Vergleich.

Jetzt werden sich vielleicht einige denken:

Aber durch den Vergleich, durch Vorbilder und Role-Models entwickelt sich für mich die Energie, ins Handeln zu kommen. Wenn andere besser sind, dann motiviert mich das.

Die Fremdmotivation

Das Thema wäre einen eigener Blogartikel wert und wird es wohl auch in Kürze werden.

Für heute stelle ich einfach die Frage:

Ist es gut, wenn es Impulse von außen braucht, damit du handelst?

Unter Impulse von außen verstehe ich die ganze Range: Von Kritik und Feedback über Motivation bis hin zu Lob und Belohnung.

Ich möchte hier keine Antwort geben. Vielleicht gibt sie dir dein Unbewusstes gerade selbst.

Nur was ist der Weg aus dem Echtzeit-Instant-Dauer-Vergleichs-Challenge-Konkurrenz-Ding?

Das Ende des Konkurrenzdenkens: Der eigene Maßstab und unvergleichlich sein

Einfach mal kurz innehalten und dir klar werden:

Mich gibt’s nur einmal.

Somit kann alles an Vergleichen nur ein Irrtum sein.

Ich verrate jetzt hier in diesem Blogartikel ein großes Geheimnis:

All das, was ich tue, ist nicht neu. Egal ob Blog, Podcast, eBook, eKurs, Coaching, Seminare & Co:

There is nothing new under the sun.

Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden. Es geht nicht darum, die ultimative Idee zu haben, die niemand davor hatte. Es geht nicht darum, die perfekte Marktnische zu finden, wo noch niemand vorher war.

Und es ist egal, ob wir von Business-Themen sprechen, von zwischenmenschlichen Beziehungen oder von ganz persönlichen Themen.

Es geht überall darum, den „normalen“ Dingen seinen eigenen, ganz individuellen Stempel aufzudrücken.

Unvergleichlich zu werden.

Ein Einzelstück.

Ein Unikat.


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4 Meilensteine zu mehr Kunden http://www.markuscerenak.com/4-meilensteine-zu-mehr-kunden.html http://www.markuscerenak.com/4-meilensteine-zu-mehr-kunden.html#comments Fri, 17 Oct 2014 07:03:53 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8541 Art18

Beinahe jeder Unternehmer wünscht sich mehr Kunden. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn wie viel mehr ist mehr? Wie viele Neukunden willst du? Für unzählige Neukunden gibt es unzählige Methoden. Bevor du jedoch auch nur eine davon angehst, mach doch eine Standortanalyse und überlege dir:

Wenn du Coach, Berater, Trainer oder Masseur bist, wie sehr würden sich fünfmal mehr Kunden bei dir auswirken? Wärst du ausgebucht oder völlig überarbeitet? Wenn du Handwerker bist, hättest du ausreichend Ressourcen, um die Bestellungen dennoch in angemessener Zeit bei gleichbleibend hoher Qualität auszuliefern? Und falls du Grafiker oder Designer bist, wie schnell könntest du deine Aufträge abarbeiten, ohne dass deine Kunden plötzlich mit viel zu langen Wartezeiten rechnen müssten?

Bevor du also nach Neukunden suchst, definiere erst mal, wie dein Arbeitsalltag aussehen soll. Wie viel willst du arbeiten, wann willst du arbeiten, mit wem und wo? Du bist nun der Chef und stellst die Spielregeln auf. Wie man sich bettet, so liegt man. Das gilt ebenso für dein Unternehmen. Richte es dir von Anfang an so ein, wie du es willst.

Nachdem du das geklärt hast, sieh dir deine bestehende Kundenbasis an.

Sind sie zufrieden? Kaufen sie einmalig bei dir oder öfter? Empfehlen sie dich in dem Maß weiter, dass permanent neue Kunden an die Türe klopfen? Wenn nicht, warum nicht?

Wenn dein Unternehmen nicht so brummt, wie du dir das wünschst, dann liegt es in der Regel nicht an den Kunden. Auch nicht an den Mitbewerbern. Sondern an dir.

Vielleicht ist deine Leistung nicht auf den Punkt. Vielleicht zielt dein Angebot am tatsächlichen Kundenwunsch vorbei. Vielleicht ist das Bild, das du von deinem Angebot kreierst, ein anderes, als es dein Kunde sieht. Vielleicht wendest du dich an die völlig falsche Zielgruppe.

Bevor du dich also auf die Suche nach neuen Kunden begibst, stelle dich selbst auf den Prüfstand.

Was kannst du verbessern?

Wie gut sind deine Webpage, Flyer, Angebotstexte? Wie rund ist der Ablauf deiner Dienstleistung? Wie schnell reagierst du auf Kundenanfragen und wie gehst du mit Reklamationen um? Hegst du deine Kundendaten und bleibst mit Interessenten und Kunden regelmäßig in Kontakt? Hast du ein Follow-up-System für Interessenten, denn nicht jeder kauft sofort bei der ersten Anfrage? Wie reagierst du, wenn du aktiv weiterempfohlen wurdest? Implementiere Systeme und Strukturen für diese Dinge.

Wo kannst du dich dem tatsächlichen Kundenwunsch annähern?

Hole Feedbacks von deinen bisherigen Kunden ein. Stelle dir einen kleinen Fragebogen zusammen und überlege dir vorab, was genau du wissen willst. Welche Informationen sind – sowohl aus deiner als auch aus Kundensicht – wirklich relevant? Welche Antworten könnten auch für neue Interessenten entscheidend für den Kauf sein? Beispielsweise: Was hat dein Kunde gesucht, warum hat er sich für dein Angebot entschieden, was hat er in seinen Augen bekommen, inwiefern hat es sein Problem gelöst und was ist jetzt – nach dem Kauf, der Konsumation, der Implementierung, dem Coaching etc. – wirklich anders?

Welche Folgeangebote hast du?

Einen Neukunden zu gewinnen, ist ein wesentlich größerer Aufwand (zeitlich und finanziell), als bestehende Kunden zu Stammkunden zu machen. Wenn du in deinem Unternehmen jedoch mehr Einmalkunden als Stammkunden hast, überlege dir, welche logischen oder gar aufbauenden Folgeprodukte du entwickeln oder anbieten könntest.

Sind deine Preise passend?

Deine Preise sind ein klares Statement, was du über dich selbst und deine Leistung denkst. Wenn ein Fotograf 350 Euro für ein Hochzeits-Shooting verlangt und ein anderer knapp 3.500 Euro, ist das ein klares Statement und es sagt ebenso aus, wer von beiden das bloß als Hobby betreibt und wer von seinem Beruf lebt.

Wenn du als Kleinunternehmer auf den Ausweis der Umsatzsteuer verzichtest, ist auch das ein Statement. Es sagt mir auf der Stelle, welchen Jahresumsatz du garantiert nicht überschreitest, dass du vermutlich von deinen Einnahmen allein nicht leben kannst und es eigentlich eher als Hobby betreibst oder vielleicht mal schaust, was sich daraus entwickelt.

Wenn du als Profi wahrgenommen werden willst, agiere auch als solcher. In allen Belangen.

Meist genügt es, an den eigenen Rädchen zu drehen, um bestehende Interessenten zu neuen Kunden zu machen. Starte keine neue, groß angelegte Marketingkampagne, sondern optimiere zuerst deine Basis. Ist diese solide, für den Kunden klar verständlich, stimmig in Angebot und Preis, dann erst überlege dir, wie du weitere Neukunden auf dich aufmerksam machen kannst.

Bis bald

Karin


Karin_WessKarin Wess ist Entrepreneurin und Coach und zeigt Unternehmerinnen, wie sie mehr Kunden und mehr Gewinne machen können.

Sie ist tagsüber kreative, motivierte und lösungsoriente Unternehmerin und in der anderen Zeit Mama einer bald 3-jährigen Tochter und Ehefrau.

Karin hilft Unternehmerinnen dabei, ihre Vision und wahre Leidenschaft zu erkennen, damit sie ihre Ideen in die Welt tragen und sie ihren Unternehmer-Traum leben können, erfolgreicher werden und mit Leichtigkeit ihre Idealkunden erreichen.

Mehr von ihr findest du auf www.karinwess.com

Kleine Ergänzung von Markus: In Kürze erscheint Karins neues Buch “Kunden ohne Ende”. Es geht darin um 33 Marketingideen, die nichts kosten außer Zeit.

In diesem Artikel beschreibt sie den Weg dorthin. Und du kannst dich auf die VIP-Liste setzen lassen, um bei den ersten Leserinnen und Lesern dabei zu sein.


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Warum “Berufung-Finden” und „Selbständig-Sein“ nicht die Lösung ist. Von Missverständnissen und Antworten http://www.markuscerenak.com/berufung-finden-selbststaendig-sein.html http://www.markuscerenak.com/berufung-finden-selbststaendig-sein.html#comments Mon, 13 Oct 2014 07:13:50 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8520 NewWhip_art

Zeitgeist ist ein schönes Wort. Es beschreibt etwas, das momentan gerade „im Trend“ ist. Früher hätte man „in“ dazu gesagt, aber diese Formulierung ist retro. Vielleicht ist es eher „hip“ oder „ein Hype“ oder was auch immer. Es geht um diese Berufung-, Leidenschaft-, „Dein eigenes Ding machen“-Sache. Denn das ist ja ohne Frage „voll im Trend“.

An allen Ecken und Enden hört/liest/sieht man es und bekommt gesagt: Finde deine Berufung.

Nur selten, leider viel zu selten wird eines geklärt:

Das Finden der Berufung ist nicht die Lösung.

Und das Damit-Geld-Verdienen oder einfach „Selbständig-Sein“ schon gar nicht. Es ist kein Selbstzweck. Es geht um das Leben der Motive und Werte, die dahinterstehen. Du kannst deine Leidenschaft auch nur dann finden, wenn du deine Werte kennst, wenn du weißt, worum es dir wirklich geht. Das Leben der eigenen Berufung ist in Wahrheit das Leben der eigenen Werte, und zwar selbstbestimmt. Quasi den eigenen Maßstab kennen, definieren und dann konsequent leben.

Seit fast zwei Jahren unterstütze ich dich, lieber Leser, mit allem, was ich habe, weiß, kann und tue dabei, dass du dein Hamsterrad verlässt, deine Berufung findest und damit dann  - wenn du willst – auch erfolgreich sein kannst.

  • Was genau dein Hamsterrad ist, weiß ich im Detail nicht.
  • Was genau deine Berufung ist, weiß ich im Detail nicht.
  • Wie du damit erfolgreich sein kannst, weiß ich im Detail nicht.

 

Ich weiß nur eines: Dass ich mit dem, was ich die letzten zwei Jahre getan habe und weiterhin tun werde, dich dabei unterstützen kann, auf alle drei Punkte Antworten zu finden.

Warum ich davon überzeugt bin? Weil ich ein gutes Beispiel bin, wie man vom „Im-Hamsterrad-Laufen“ zu „Von-Berufung-gut-Leben“ kommen kann. Mit Begeisterung und viel Arbeit. Ja, sorry, viel Arbeit, aber die gute Nachricht ist: Diese Arbeit fühlt sich grundlegend anders an.

Ich habe mir nun ein paar Gedanken gemacht, was für mich und auch für dich dieses „Berufung finden und mit einem Lifestyle Business davon leben“ ausmachen könnte, was die Elemente sind, die das Ganze definieren, und was es zu für dich (und für mich) zu etwas Besonderem macht:

1) Angestellt-Sein ist nicht böse

Ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält. Nein, wer angestellt ist, der befindet sich nicht automatisch im Hamsterrad, muss unglücklich sein und die einzige Lösung ist Selbständig-Sein. Es geht darum zu erkennen, was dein Hamsterrad ausmacht. Ist es der Job, dann musst du handeln und etwas verändern. Nicht von heute auf morgen, nicht alles hinschmeißen und bei null beginnen. Sondern klug und überlegt, aber konsequent.

2) Etwas, was bewegt, etwas Bedeutsames

Ich habe für mich erkannt, dass es nichts Besseres gibt, als etwas zu tun, was etwas bewegt. Und zwar in erster Linie für andere. Wenn du Tag für Tag morgens aufstehst und etwas tust, das andere Menschen weiterbringt, dann gibt es nichts, was da mithalten kann.

3) Rebellion starten

Einen Schritt weiter gehst du, wenn du Menschen mit deinem Tun wachrütteln kannst. Wenn du dich mit ihnen verschwörst und mit deinem Tun Menschen zu Erkennen, Denken und Handeln bringen kannst. Und zwar nicht für deine Sache, sondern für die gemeinsame Sache.

4) Nimm dich nicht zu ernst

Im Hamsterrad ist alles seriös und bierernst. Und wenn du den Schritt raus machst und in der gleichen Denke bleibst, dann ist das schade. Mache Fehler, sei unperfekt, sei sogar unprofessionell, lache über dich und vor allem: Sei nicht zu streng mit dir. Setze dich nicht unter Druck. Verbanne dich nicht selbst in eine neue Matrix. Sei gut zu dir.

5) Fokussiere dich

Die Amerikaner sagen „Know what’s right and what’s wrong“. Das klingt jetzt so einfach und ich gebe zu, das ist es wirklich nicht. Ich habe früher dieses 80/20-Ding immer für einen gutvermarkteten Mythos gehalten. Aber es stimmt. Du kannst 80 % der Dinge, die du beginnst oder die du zusagst, vergessen. 80 % deiner Ideen sind für den Mülleimer. 80 % der Kooperationsgespräche ebenso. Und am Anfang auch 80 % deiner gesamten Zeit. Akzeptiere das und habe ein Ziel: Die 20 % zu finden.

6) Kümmere dich nicht darum, was andere sagen

Wenn du deiner Berufung folgst und davon auch leben möchtest, mach dir eines klar: Die Menschen um dich herum werden es nicht verstehen. Sie werden zweifeln, kritisieren, ihre Angst auf dich projizieren, es dir ausreden, mit den Fingern auf dich zeigen, dich lächerlich machen und noch viel mehr. Es ist nicht leicht, aber denke dir einfach: „Fuck it“ und mache weiter. Denn:


Für Kritiker werden keine Statuen erbaut.
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7) So weißt du, dass du das Richtige tust

Oft kommt die Frage: „Aber bei den vielen Dingen, die ich tun kann, die ich machen will und die mich interessieren, wie weiß ich, ob ich das Richtige tue?“ Die Antwort ist einfach: Wenn du morgens aufwachst und es nicht erwarten kannst, weiterzumachen, dann bist du am Richtigen dran. Und zwar ist es kein Zwang „Das muss ich tun“, sondern ein Wille „Das will ich heute schaffen“. Das fühlt sich grundlegend anders an.

8) Mach einfach weiter

Absolut nichts Neues: Die einfachen Formeln, was erfolgreiche Menschen von weniger erfolgreichen Menschen unterscheidet: Die Konsequenz. Einfach weitermachen. Es kommt die Sinnkrise? Einfach weitermachen! Es funktioniert nichts, wie du es dir wünscht? Einfach weitermachen! Es bläst dir der Wind eiskalt ins Gesicht? Einfach weitermachen! Du weißt nicht weiter? Einfach weitermachen! Alles ist perfekt? Einfach weitermachen! Du bist sehr erfolgreich mit dem, was du tust? Einfach weitermachen!

9) Wer ist der Held?

Auch wenn du als Marke, du als Experte, du als Vertrauensperson wichtig bist, geht es nicht um dich, wenn du von deiner Berufung auch leben möchtest. Es geht um die Menschen, für die du Bedeutung schaffst, mit denen du rebellierst und die du unterstützt. Jeder einzelne davon ist der Held. Du hast nur den Scheinwerfer in Händen, der die Bühne beleuchtet.

10) Wer ist der Bösewicht?

Deine Berufung schafft etwas für andere Menschen. Sie löst ein Problem, hilft, unterstützt oder macht zufrieden. Was auch immer es sein möge, es gibt einen Schatten. Es gibt etwas, wogegen du „kämpfst“. Bei mir ist es das Hamsterrad. Mache dir klar, wer der „Darth Vader“ in deiner Berufungswelt ist, und stelle dich.

11) Du bist nie wieder allein

Ich saß in Großraumbüros, umgeben von vielen Menschen, und war den ganzen Tag allein. Jetzt arbeite ich von zu Hause und fühle mich wie in einer großen Familie. Menschen, die ihrer Leidenschaft folgen, ziehen einander an, mögen einander, helfen einander, unterstützen einander. Das mag bei uns in Europa, besonders im deutschsprachigen Bereich, ein wenig ein Wertewandel sein und wir müssen unser Ego da ein wenig hintenanstellen. Wir lernen das aber. Alle miteinander.

12) Weg von und hin zu

Wenn du deinen Held kennst und den Bösewicht, dann weißt du ganz genau: Was ist der Ausgangspunkt, von dem du gemeinsam mit den Menschen, denen du hilfst, weg möchtest? Und wohin soll es gehen? Was ist die Vision, das Resultat? Für mich war es am Anfang o.k. zu sagen: Verlasse dein Hamsterrad. Nur nach einiger Zeit braucht es Antworten für „Jetzt bin ich aus dem Hamterrad, was jetzt?“ Bedeutet: Das, was du tust, ist einem steten Wandel unterworfen.

13) Es muss nicht für jeden sein

Trifft für mich zu, aber auch für jedes Lifestyle Business: Egal was du vorhast oder bereits tust: Du verkaufst kein Waschmittel und kein Toilettenpapier. Du musst es somit weder jedem recht machen, noch müssen alle dich gut finden. Sprich, handle und stifte Sinn für die Menschen, die mit dir gleichschwingen. Die, die anders ticken, brauchen nicht bei dir zu kaufen, dich nicht zu lesen und deren Kritik ist vor allem eines: Unwichtig.

14) Nur lernen von jemandem, der es schon bewiesen hat

Ich gebe viel Geld aus, um mich weiterzubilden. Seit ich meiner Bergung folge, vergeht kaum ein Monat, in dem ich nicht in mich investiere. Diese Ausgaben tun manchmal weh, aber machen sich bezahlt. Dafür gilt für mich eine Maxime. Ich lerne nur von Menschen, die das, was ich können/wissen/tun möchte, bereits erreicht haben. Ich will aufschauen. Ich will, dass jemand dort ist, wo ich hin will. Und nicht neun Bücher gelesen hat und daraus ein zehntes gemacht hat.

15) Sei immer früher dran

Hat ein wenig mit Punkt 8) zu tun. Wir leben in einer Instant-Zeit. Keine Ahnung, woher die Formulierung „Das geht in Echtzeit“ kommt, aber es sagt viel aus. Alles gleich. Sofort. Jetzt. Somit musst du, wenn du mit deiner Berufung Erfolg haben willst, früher dran sein als die „Echtzeit“. Also du musst für die Menschen, für die du Bedeutsames schaffst, ein Vorreiter sein, ein Pionier. Du musst die Dinge als Erster tun, damit du von deinen Erfahrungen erzählen kannst und dann alle von dem profitieren, was du erlebt hast. Egal ob das große Erfolge oder riesige Fehler sind. Mache es zuerst.

16) Lass los

Wenn du deiner Leidenschaft folgst, dann wirst du nach einer Zeit etwas spüren, das dir neu sein wird: Intuition. Unser Hamsterrad-Denken würde das jetzt als „Eso-Spiri-Zeug“ abtun. Lass deine Intution zu. Hör auf, verbissen zu sein. Lass den Kopf weg.

Und:


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Die Neurobiologie des Hamsterrades oder Warum “Wissen” allein keine Veränderung bringt http://www.markuscerenak.com/neurobiologie-hamsterrad.html http://www.markuscerenak.com/neurobiologie-hamsterrad.html#comments Fri, 10 Oct 2014 07:03:09 +0000 http://www.markuscerenak.com/?p=8416 King_art

Mal Hand aufs Herz und so unter uns: Eigentlich erzählen Coaches wie Markus und ich Dir ja nicht wirklich etwas Neues, wenn wir Dir Tipps rund um das Verlassen Deines Hamsterrads geben. Denn eigentlich weißt Du (längst?), dass es so nicht weitergehen kann. Eigentlich ist Dir (längst?) klar, worauf Du viel mehr Laune hättest. Und eigentlich hast Du (längst?) eine Ahnung, wie der Ausstieg oder zumindest ein Teilausstieg aussehen kann. Was also ist es, was Dich schlussendlich doch davon abhält, wirklich Deine Berufung zu Deinem Beruf zu machen?

Ich habe jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich. Die schlechte wie immer zuerst: Was genau DICH davon abhält, weiß ich nicht. Aber, und das ist die gute Nachricht: Du kannst das aktuelle Wissen der Neurobiologie nutzen, um Dir diese Fragen ab sofort selber zu beantworten.

Woher ich das weiß? Als Somatic-Coach verbinde ich die eher kognitiven Elemente des NLP, des Coachings und der systemischen Arbeit mit den neuesten Erkenntnissen der Neurobiologie und Resilienzforschung. Denn ich habe mich lange gefragt:

Warum reicht Wissen alleine nicht aus, um Hamsterrad, innerem Schweinehund & Co. nachhaltig Lebewohl zu sagen?

Was ist es, das meinen Klienten trotz all ihrem Wissen immer wieder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes, glückliches Leben in die Quere kommt? Und so manche Antwort auf diese Fragen habe ich in der Verbindung aus Persönlichkeitsentwicklung und Neurobiologie gefunden.

Die neurobiologische Entstehung des Hamsterrads

Ich hole mal kurz weit aus und mache mit Dir einen Schnellkurs über die Entwicklung unseres Gehirns. (Ich vereinfache jetzt bewusst und wissentlich. Wer es genauer wissen möchte, einfach E-Mail an mich und ich sende eine ausführliche Buchliste.)

Zwar haben wir bei unserer Geburt alles in unserem Körper fertig angelegt, was wir brauchen, aber viel davon ist eben nur fertig angelegt und entwickelt sich erst im weiteren Verlauf vollständig. Dazu gehört auch unser Gehirn, und hier vor allem der Neokortex. Dieser entwicklungsgeschichtlich jüngste Teil unseres Gehirns, den man landläufig als Verstand bezeichnet und der u.a. für unsere Sprache zuständig ist, ist erst ab einem Alter von ca. 1,5 Jahren voll „online“.

Das bedeutet: Erst ab dann speichern wir Eindrücke, Erfahrungen etc. auch in Sprache. Vorher, und das ist vielfach die Wurzel des Übels, speichern wir all das, was das Leben uns so auftischt, in den Hirnbereichen, die bereits „online“ sind: u. a. dem Limbischen System (Sitz von Emotionen, Instinkten und Motivation) und dem Reptiliengehirn (reguliert alle lebenswichtigen Bereiche wie die Atmung, Herzschlag, Nahrungsaufnahme und Darmtätigkeit).

Daher verfügen diese Bereiche über mehr Wissen als der Neokortex. Und so „versteht“ der dann nicht, warum – wenn eigentlich alles klar und logisch ist – der Magen trotzdem krampft, die Hände trotzdem feucht werden und im Körper Stress pur herrscht.

Was hat das jetzt mit dem Hamsterrad zu tun?

Als Kinder lernen wir nicht alleine über „trial and error“ und Nachahmung. Einen sehr großen Anteil, wie wir das Gelernte in uns abspeichern, macht die Reaktion unserer Umgebung auf unsere Lernschritte aus. Hierzu ein Beispiel: Ein Knirps, der gerade erst das Laufen gelernt hat, erkundet mutig die Welt, holt sich dabei eine blutige Nase und das Geschrei ist groß. Mama flucht und schimpft.

Nicht wegen dem Mut ihres Kindes, sondern weil sie gerade ein Buch gelesen hat … das Blut den Teppich ruiniert … sie gleich mit dem Kind zum Turnen wollte … was auch immer. Der Knirps kann hier noch nicht differenzieren, geschweige denn ist er zu solch multipler Interpretation in der Lage.

Das schaffen ja selbst Erwachsene kaum. Er bräuchte jetzt eine Umarmung und Hilfe. Stattdessen fühlt er, dass Mama ärgerlich ist – und münzt den Ärger 1:1 auf sich. Im Kopf des Knirpses entsteht daraus folgende Logik: „Ich war mutig und jetzt ist Mama böse auf mich“ und die Schlussfolgerung: „Mutig sein ist nicht gut.“

Wie gesagt ist das eine sehr vereinfachte Erklärung eines hochkomplexen Prozesses aus Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Hormonausschüttungen, Bindungsverhalten etc. und natürlich Wiederholung. Denn damit daraus ein Glaubenssatz und Verhaltensmuster werden kann, braucht es mehrere ähnliche Erfahrungen. Aber ich denke, das Grundprinzip ist deutlich geworden und erklärt:

Warum Verstehen alleine nicht reicht

Ist man in einem Umfeld aufgewachsen, dem Sicherheit, Planbarkeit, Verlässlichkeit und Kontinuität wichtig waren, ist einem die (Be-)Wahrung dieser Grundfesten in Fleisch und Blut übergegangen. Durch viele kleine und große Signale hat dieses Umfeld dafür gesorgt, dass man die Grenzen wahrt und nicht aus der Reihe tanzt: eine hochgezogene Augenbraue, ein Räusper, angehaltener Atem oder Schweigen, eine schlechte Note als eher leise Grenzmarkierungen haben ebenso gewirkt wie ein lautstarkes Donnerwetter oder eine Ohrfeige.

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All das hat im jeweiligen Moment etwas in uns und mit uns gemacht. Denn trotzdem war ja das Bedürfnis und der Wunsch nach … was auch immer … da. Genauso wie das Wissen, dass ein weiterer Verstoß Folgen haben würde. Was also tun?

Je nach Alter musste man sich fügen und hat sich gefügt. Und da gelernt nun einmal gelernt ist, fügen sich viele auch heute noch – und bleiben im Hamsterrad. Denn das kennen sie, das ist gesellschaftlich anerkannt, das versteht die Umgebung und hier geht man wenig Risiko ein, einem Kopfschütteln zu begegnen.

Klar fühlt sich das Hamsterrad nicht gut an, aber hier ist man wenigstens nicht alleine. Hier versteht man sich.

Damals – heute – JETZT!

Damals war man zu jung, um alleine zu überleben. Also musste man sich den Regeln des Umfelds beugen. Ja, Du hast richtig gelesen: Damals ging es wirklich ums nackte Überleben, denn ein Knirps kann ohne den Schutz und die Fürsorge seiner Umgebung nicht überleben.

Und das prägt. Nachhaltig.

Nur geht es heute ja nicht mehr ums nackte Überleben! Schließlich verfügen wir heute als Erwachsene über deutlich mehr Möglichkeiten als damals als Knirps und ein Jobwechsel ist in unseren Breitengraden nicht per se lebensgefährlich. Genau das muss der Körper heute vom Kopf lernen. Und das kann er nur im Hier und Jetzt.

Wie ist es JETZT?

Ich liebe Hypothesen. Denn denen hat ein noch so cleverer Neokortex wenig gegenzuhalten. Es ist ja auch nur eine Hypothese (und dazu sogar noch meine), wenn ich meinen Klienten vorschlage, folgende Gedanken einmal weiterzudenken:

  • Was, wenn all das, was da gerade in Deinem Kopf rumspukt, alt ist?
  • Was, wenn Deine momentanen Zweifel ihren Ursprung in einer alten Erfahrung haben?
  • Was, wenn die negative Stimme in Deinem Kopf nicht Deine ist?
  • Was, wenn das nicht meine Gedanken sind?
  • Was, wenn das jetzt nur ein alter Glaubenssatz ist?
  • Was, wenn das ein altes Muster ist? Ein Muster, das Du nicht angefangen hast, aber immer noch am Leben hältst?

Beobachte gerade einmal bei Dir selber, was diese Fragen mit Dir jetzt in diesem Moment machen. Bei manchen lösen sie Neugier aus. Andere werden ein bisschen ärgerlich, entweder auf die, die ihnen den Mist eingepflanzt haben, oder auf sich selber, weil sie es zugelassen haben und noch immer zulassen. Manche empfinden Resignation. Und wieder bei anderen passiert etwas ganz Erstaunliches:

Diese Fragen wischen allen Zweifel, alle Ängste und alle Einschränkungen weg und machen den Blick frei auf die gute Lösung.

Grundsätzlich gilt: Egal, was passiert, hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Alles, was auftaucht, – und das ist jetzt keine Hypothese – ist für Dich richtig, denn es hat mit dem zu tun, was und wie Du es gelernt hast. Und jeder von uns hat daraus eine Art Lieblingsmuster entwickelt. Kann sein, dass das dann nur ein kurzer Moment ist und gefühlt fast zeitgleich all die äußeren Zwänge, Verpflichtungen und Grenzen auftauchen, die Dir den Schritt raus aus dem Hamsterrad verunmöglichen. Denn dass es all diese Zwänge, Verpflichtungen und Grenzen real gibt, steht außer Frage. Spannender ist vielmehr die Frage:

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Wie gehst Du mit dem, was dann auftaucht, um?

Auch wenn Du das jetzt vielleicht nicht hören willst und mir aus dem Stehgreif unzählige Gegenbeispiele nennen kannst: Du bist nicht allein das Opfer Deiner Zwänge, Verpflichtungen und Grenzen. Du hast sie auch (mit) erschaffen!

Viele übersehen, dass sie niemand K.O. geschlagen hat und als sie wieder wach geworden sind … waren sie mit diesem Partner verheiratet und hatten diese 3 Kinder … hatten sie ein großes Haus und zwei Autos, die finanziert werden müssen … hatten sie diesen Job mit diesem Chef und diesen Kollegen … Alle diese Zwänge, Verpflichtungen und Grenzen haben irgendwo ihren Ursprung, für den Du, und nur Du verantwortlich bist.

Vielleicht getrieben durch das Umfeld, aber unterm Strich hast Du Dich im Moment der Entscheidung genau so entschieden. Und das bedeutet im Umkehrschluss:


Du kannst Dich auch wieder umentscheiden.
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Ich bleibe weiterhin provokant und stelle eine neue Hypothese auf: Was, wenn das, was da jetzt an Einwänden, Wenns und Abers auftaucht, auch wieder alt ist? Wo landest Du dann mit den Einwänden und Ausreden? Welche Gedanken, Bilder, Emotionen und Empfindungen tauchen dann auf? Wie geht es Dir damit?

Mit dieser simplen „Was, wenn das nicht meine Gedanken sind?“-Frage kannst Du Dich Schritt für Schritt gedanklich aus Deinem Hamsterrad denken, Dich in aller Ruhe umschauen und Dich beobachten. Um Dir dann genau die Fragen zu stellen, die Markus auf der Startseite seiner Homepage stellt. Guck mal, wie sie sich jetzt für Dich anfühlen, nachdem Du diesen Artikel gelesen hast:

  • Woran erkenne ich, was mir wirklich Spaß macht?
  • Wie finde ich meinen persönlichen Weg, um das Hamsterrad zu verlassen?
  • Wie kann ich Erfolg mit dem haben, was ich leidenschaftlich gerne tue?
  • Was muss ich verändern, damit ich Arbeit nie wieder als Arbeit empfinde?

Ein kleiner Tipp, um unterscheiden zu können, ob die Antworten „alt“ oder „neu“ sind

Hört Deine Neugier auf und Du beginnst zu zweifeln, folgst Du alten Gedankenmustern. Ebenso wenn der Erzfeind der Neugier, das „Ja, aber …“ in Deinem Kopf auftaucht und Deine Gedanken anfangen zu kreisen. Und wird es irgendwo in Deinem Körper unangenehm oder sogar stressig, sitzt Du ebenfalls bereits in der alten Falle der Einengung. In der Neurobiologie nennt man das „defensive Orientierung“.

„Explorative Orientierung“ hingegen ist leicht, humorvoll, neugierig, offen und nach außen gerichtet – und trotzdem vorsichtig und umsichtig. Denn der Erwachsene, der Du ja ohne Zweifel heute bist, weiß: Das Leben ist kein Ponyhof! Was meinst Du: Ist das wahr oder nur ein alter Glaubenssatz? ;-)


web_DSC7785Karin Intveen verbindet als Somatic-Coach die kognitiven Elemente des NLP, der systemischen Arbeit und des klassischen Coachings mit den neuesten Erkenntnissen der Neurobiologie, Trauma- und Bindungsforschung. Damit ermöglicht sie ihren Klienten einen völlig neuen Blick auf ihr Anliegen. Denn sie integriert den Kopf und den Körper in ihre Arbeit und persönliche Ziel können mit einem klaren Kopf und einem guten Gefühl im Bauch in Angriff genommen werden. Karin Intveen lebt und arbeitet im Fünf-Seen-Land bei München. Mehr Infos findest du auf http://www.karin-intveen.com/

Photo: http://splitshire.com


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