Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Es ist nun über ein Jahr her, dass ich den Artikel „Things I’ve quit doing at my desk“ von Justin Jackson gelesen habe. Ein kurzer Artikel, in dem er beschreibt, was er an seinem Schreibtisch nicht mehr tut und dass der Großteil der Tätigkeiten, die wir so umgangssprachlich „arbeiten“ nennen, nicht sitzend an einem Schreibtisch erledigt werden muss. Justin folgt damit einem Trend, der sich in den letzten Jahren durch diverse Webseiten gezogen hat. wie z.B.: Hier, hier, hier oder hier.

Und ich stolperte über diese sensationelle Infografik von den Kollegen von Ergotopia:

Ursprünglich erschienen auf Ergotopia.de

Wenn du kurz Zeit hast, teile es bitte mit deinen Freunden (sie werden dir dankbar sein)!

Das hatte ich mal kapiert, nur handeln dauert noch ein wenig. Ich fand den Gedanken spannend, im Stehen zu arbeiten, und ein wenig rebellisch, aber auch nicht mehr. Ich konnte mich nur lediglich erinnern, dass man immer wieder von „kreativen“ Unternehmen hört, die ihre Meetings im Stehen abhalten, was das Ganze ordentlich effizienter machen soll.

Aber stehen bei der „Arbeit“? Die ganze Zeit? Ja, höhenverstellbare Schreibtische gibt’s schon lange, aber sind wir ehrlich, wer macht das denn? Somit dachte ich bei mir: Lustiger Artikel, der eben durch Originalität viral geworden ist, aber wenig Nutzen oder Mehrwert für mich hat.

Doch irgendwie ging mir das nicht aus dem Sinn.

Ich wusste aus eigener Erfahrung:

Wenn ich kreativ sein will, nachdenke, brainstorme, konzeptioniere, herumspinne, dann muss ich stets aufstehen. Schon in meinen Hamsterrad-Jobs war das so. Bin dann immer doof angesehen worden, wenn alle im Meeting saßen und ich musste zum „Denken“ aufstehen und herumgehen.

Steve Jobs war dafür bekannt, dass er wichtige Entscheidungen immer bei einem gemeinsamen Spaziergang gefällt hat, meistens im Beisein seiner Mitarbeiter, die auch immer wieder die Vorteile gegenüber dem Sitzen hervorgehoben haben.

Denken geht im Sitzen offenbar nicht so gut.

Dann ertappte ich mich dabei, dass ich meine Blogartikel und andere Texte de facto nie am Schreibtisch schreibe, sondern überall sonst: Im Bett, auf der Couch, in Lokalen, im Flugzeug, im Park etc., aber eben nicht am Schreibtisch, was mich sehr in Grübeln brachte.

O.k., du hast ein Arbeitszimmer und da gehört natürlich ein Schreibtisch hin, sonst ist das ja kein Arbeitszimmer. Nur – fragte ich mich immer öfter – was genau tust du dort?

Eigentlich kam ich dahinter, dass ich nur Junk am Schreibtisch mache, nämlich vor allem alles, was unter mehr oder weniger sinnlose Kommunikation fällt, sagen wir mal alles, was mit Facebook, YouTube und anderen Aufschiebe-Orgien zu tun hat, fand bevorzugterweise am Schreibtisch statt.

Ich wurde immer unsicherer. Früher gab’s ja wenigstens das Festnetz-Telefon, aber irgendwie sind uns diese Geräte gemeinsam mit den Kabeln abhanden gekommen.

Aber ein Lichtschein am Ende des Tunnels war zu sehen:

Endlich fand ich eine gute Antwort: Natürlich die Podcasts aufnehmen, weil da gibt’s ja ein Mikrofon und das muss ja irgendwo stehen und mein iPad, das hie und da als Teleprompter fungiert, kann ich ja auch nicht dabei in der Hand halten.

Doch dann erinnerte ich mich an die Zeiten, wo ich Freunde, die als Radiomoderatoren tätig waren, im Studio besucht habe, und da gibt es durchaus Moderatoren, die die ganze Zeit stehen und auch Studios, die auf Stehmoderation eingerichtet sind. Und der ehemalige Ö3-Moderator Christian Anderl (mittlerweile sensationeller Fotograf) erklärte mir, dass Stehen beim Sprechen ohnehin viel besser ist.

Schluss mit Denken, Grübeln & Co. Jetzt wird gehandelt!

Nur ein Stehpult irgendwo in die Wohnung stellen oder zusätzlich ins Arbeitszimmer ist doof. Zum Ausprobieren brauchte ich eine andere Lösung. Ein Laptop-Stativ. Ich machte mich auf die Suche und erkannte: So was ist spottbillig, also ideal zum Ausprobieren.

Das Ding wurde geliefert, war ruck-zuck zusammengebaut und ließ sich auch platzsparend und nahezu unsichtbar aufbewahren. Und nach ca. 30 Minuten und den ersten Blogartikel stehend geschrieben erschien mir das eine echte Alternative. An diesem Abend ging ich mit der Überzeugung ins Bett, nun öfters im Stehen zu schreiben.

Doch dann geschah etwas Eigenwilliges. Im Halbschlaf befindend, sagte mein kleiner Hamsterrad-Rebell (der auf der linken Schulter sitzt und mittlerweile den Hamster-Verteidiger schon lange in die Flucht geschlagen hat) zu mir:

Ein Schreibtisch ist der Inbegriff des 9-to-5-Systems!

Der Schreibtisch ist das ultimative Symbol des Hamsterrades!

Schmeiß das Ding raus! Sofort!

Gedacht, getan.

Um ca 1.30 nachts stand ich auf und begann mit Inbusschlüssel und Schraubendreher meinen Schreibtisch zu demontieren und aus meinem Arbeitszimmer für immer zu verbannen.

Das Ergebnis der Nacht-und-Nebel-Schreibtisch-Entsorgungsaktion:

Mehr Platz, mehr Gesundheit, mehr Freiheit vom alten Hamsterrad-System. Ohne Schreibtisch kann man es sich so richtig gut gehen lassen.

Seit ca. fünf Tagen habe ich umgestellt. Von heute auf morgen. Und mir ist mein Schreibtisch seitdem nicht ein einziges Mal abgegangen. Der einzige Unterschied ist, dass ich mich nicht so erledigt fühle wie nach der ewigen Sitzerei.

Und:

Es stapelt sich nichts mehr. Ich habe zwar wenig Papierkram, aber ich bin dadurch gezwungen, das Zeug entweder abzulegen oder schnellstens zu entsorgen. Versuche mal, einen unaufgeräumten Schreibtisch zu haben, den es nicht gibt. Großartig.

Jedem, der zuhause arbeitet oder seinen Arbeitsplatz flexibel selbst gestalten kann, lege ich eines ans Herz: Kauf dir ein Stehpult oder ein Laptop-Stativ und wirf deinen Schreibtisch raus!

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

98 Kommentare

  1. Hallo Markus,

    genial, habe dein Video gesehen und musste echt lachen.
    Ein Artikel der bei mir gerade zur richtigen Zeit kommt. Perfekt.

    DANKE

    LG
    Robert

  2. Wow, das begeistert mich zwar, ist aber krass und muss mal durchdacht werden. Bei einem Spaziergang;-]

    Was mir dazu noch einfällt:
    Durch die Arbeit im Stehen hast du ja so eine krasse Musterdurchbrechung, dass du die Arbeits- und Verhaltensregeln gleich völlig neu (und effizienter) gestalten kannst. Das fällt mit Sicherheit viel leichter, als sich das Procrastinieren am Schreibtisch abzugewöhnen.

    Cool!

  3. Sehr inspirierend!

    …und rate mal, wo ich den Artikel gelesen habe? Genau, an meinem Stehpult. 🙂

    Ich nutze mein Stehpult (so ein richtig schönes aus Holz) schon seit vielen Jahren – mal häufiger, mal weniger häufig.

    Doch ich habe immer noch meinen Schreibtisch (auch so richtig schön aus Holz). Ich schätze, beides zu haben. Das liegt auch daran, dass ich einen externen Monitor habe, den ich häufig, aber nicht ständig nutze.

    So verbringe ich etwa 40% meiner Zeit am Stehpult, 40% am Schreibtisch und 20% in einem schönen, roten Sessel mit dem Laptop auf dem Schoss.

    • Ach ja: Wenn ich am Schreibtisch sitze, dann sitze ich auf einem Swopper. Sauteuer, aber genial: Hat keine Lehne und die Achse ist immer leicht in Bewegung, so dass mein Körper nicht stillsitzen kann. Die „Kartoffelsack“-Position ist ohnehin ausgeschlossen.

      Arbeite ich mal einen Tag in einem Kaffee, dann spüre ich abends sofort, dass ich viel zu lange und viel zu starr herumsass.

      • Ja, vom Swopper bin ich auch total begeistert! Vom Konzept her passt dies auch zu den MBT-Schuhen, die ich ebenfalls nur empfehlen kann!

        Ein Stehpult wär schon was Tolles. Zumindest habe ich einen sehr grossen Nähtisch mit einer Arbeitsfläche 95cm ab Boden. Perfekt nicht nur zum Nähen, sondern auch für Büroarbeiten.

      • Ja, vom Swopper bin ich auch total begeistert! Vom Konzept her passt diese Sitzgelegenheit auch zu den MBT-Schuhen, die ich ebenfalls nur empfehlen kann!

        Ein Stehpult wär schon was Tolles. Zumindest habe ich einen sehr grossen Nähtisch mit einer Arbeitsfläche 95cm ab Boden. Perfekt nicht nur zum Nähen, sondern auch für Büroarbeiten.

    • ja, das wäre auch mein Ansatz, abwechseln zwischen Schreibtisch und Stehpult (meinen schönen Schreibtisch, eigentlich ein kleiner Sekretär von der Grünen Erde, möchte ich doch nicht hergeben 🙂
      Stehpult habe ich – noch – keins
      und an den Swopper habe ich auch schon gedacht……

    • so sieht das bei mir auch aus. es gibt noch eine sitzgelegenheit im arbeitszimmer (kleiner meetingtisch, mit zwei bequemmen stühlen) das bringt abwechslung
      lg m

  4. Super Idee! Auch ich habe festgestellt, dass der Körper mental leistungsfähiger ist, wenn er in Bewegung ist. Sitzen macht träge. Im Idelfall wäre es doch, Artikel beim Joggen aufzusprechen und später in der Dusche am wasserspritzsicheren iPad an der Wand mit Speech-To-Text aufschreiben zu lassen und dann in einer geordneten Form zu verfeinern 🙂

    • Wäre das echt der Idealfall? Woher kommt das Bedürfnis vom Mensch, alles gleichzeitig machen zu wollen? Das ist sicher auch nicht gesund… Also wenn ich dusche, möchte ich duschen, wenn ich jogge, möchte ich joggen…. Einfach mal bei einer Sache bleiben.

  5. Wow, endlich mal wieder ein wirklich guter Artikel! Bravo. Alle, die naturnah leben, sitzen (arbeiten) entweder auf dem Boden, oder arbeiten im Stehen. Im Westen sind wir wegen der „Stuhlundschreibtischkultur“ irgendwo dazwischen gefangen, zwischen dem Sitzen auf dem Boden und dem Bewegen im Stehen.

    Deine Bemerkung, dass der Schreibtisch das Symbol des 9-17 Jobs ueberhaupt ist, wurde mir so wirklich bewusst, als ich deine Zeilen gelesen habe.

    Ein mutiger und logischer Schritt, den du gemacht hast. Den Artikel habe ich auf facebook und Twitter weiter empfohlen, nicht, weil das dein Wunsch war ;-), sondern, weil er wirklich gut ist.

  6. Hallo Markus
    Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag.
    Zuhause brauche ich einen Schreibtisch, da ich einen iMac besitze. Der Tisch ist ansonsten leer. Im Büro habe ich zum Glück ein Sitz-/Stehpult, dass ich mehr nutzen sollte!

  7. Interessanter Artikel. Etwas Ähnliches habe ich auf dem Blog von Ivan Blatter vor einigen Monaten gelesen. Ich nahm es nicht wirklich ernst und dachte mir: jaja, lass ihn mal reden. Wenn ich so darüber nachdenke, laufe ich gern herum, sobald ich über etwas nachdenke. Beim Laufen kommen mir oft Ideen (wobei ich das eher auf das Beobachten der Menschen auf der Straße schiebe) und am Schreibtisch lässt man sich in der Tat sehr leicht ablenken.
    Wenn man an einem Stehpult arbeitet, kann ich mir vorstellen, dass man sich auf die Arbeit konzentriert, um das Bedürfnis des Sitzens schnellstmöglich zu erreichen. Natürlich ist das nicht gerade der edelste Beweggrund, aber er erfüllt dabei erstmal seinen Zweck.
    Die Grafik ist erschreckend und sogar mit Quellen versehen, was sie natürlich wesentlich wertvoller macht.
    30€ für das Stativ ist in der Tat günstig, vielleicht schaue ich heute mal bei Conrad vorbei 😉

  8. Hi,
    danke für den informativen Artikel.

    Ist das eigentlich ein 15″ MacBook oder ein 13″ auf dem Notebookständer.
    Frage mich gerade, ob mein 15″ auf den Ständer passt. Laut den Angaben von conrad scheinbar nicht…

    Grüße

  9. Hallo Markus,

    vielen Dank für das Teilen der Infografik! Obwohl wir bei Ergotopia natürlich Fans von höhenverstellbaren Tischen sind, muss ich ehrlich zugeben: Dein Laptop-Stativ sieht nicht schlecht aus 😉

    Ich werde öfter mal hier vorbei schauen. Dein Blog sieht wirklich klasse aus!

    Viele Grüße,
    Richard von Ergotopia

    • hi richard, ich habe für die tolle infografik zu danken und freue mich schon auf das interview für meinen podcast mit euch beiden von ergotopia
      lg m

  10. Lieber Markus,

    ein weiterer cooler Artikel, der die Hamsterrädler darauf hinweist, was uns Menschen u.a. evolutionär grundlegend von Primaten und anderen Säugetieren unterscheidet: Die Fähigkeit aufrecht, auf zwei Beinen stehend eine Vielzahl von Aktivitäten durchzuführen zu denen der Mensch auch geistig in der Lage ist.

    Leider verkümmert genau diese Fähigkeit besonders in der „Schreibtisch-Industrie“ oder „Schreibtisch-Gesellschaft“ so eklatant, dass man sich über „Rücken“ (siehe Horst Schlämmer) gar nicht wundern muss. Wer dann noch weiß, dass zwischen den Körperteilen und dem Kopf ein hohes Maß an Interaktion passiert sollte sich spätestens nach deinem Artikel zumindest über ein Stehpult als Alternative Gedanken machen!

    Liebe Grüße,

    Göran

  11. Hallo Markus,

    wieder ein genialer Artikel von Dir.
    Der Mensch ist dazu gebaut zu laufen und nicht zu sitzen.

    Ich möchte an der Stelle einen Tipp loswerden.
    http://www.koerpertherapie-zentrum.de/krank-ohne-befund-buch-sensomotorische-koerpertherapie-pohl.html

    Sehr interessant, auch für Gesunde und solche die es bleiben wollen. Vor allem das Buch „Unerklärliche Beschwerden“

    Laufen, laufen, laufen! Oder „lauf um Dein Leben“ ist genauso plakativ wie „Sitzen kann tödlich sein!“

    Da fällt mir ein: „Hamsterradeln kann auch tödlich sein!“

    Danke für den tollen Artikel.

    Alois

  12. Hallo Marcus,

    komisch, irgendwie scheint die Zeit reif zu sein für solche Gedanken. Seit einigen Tagen spiele ich auch mit dem Gedanken, weniger zu sitzen.

    Da ich Laptops nicht so mag, arbeite ich zu Hause mit einem Desktop PC. Aber auch hier muss ich nicht die ganze Zeit sitzen. Ein Stehpult ist eine Alternative.

    Besser noch (aus meiner Sicht) sind aber höhenverstellbare Schreibtische (ja ganz weg ist so ein Ding in meinen Gedanken noch nicht).

    So einen Tisch (nicht ganz billig) will ich mir demnächst zulegen. So kann ich mich, wie ich mich gerade fühle verhalten. Sitzen oder aber, nachdem der Tisch hochgefahren ist, stehend arbeiten.

    Außerdem bin ich wieder dabei (der Frühling ruft) mehr zu laufen.

    Gruß

    Volker

  13. Wow!
    Vielleicht ist es genau das! Mensch Markus, das würde sogar meinen Wohnraum revolutionieren, mein Schreibtisch ist riesig 🙂

    Du hast recht… Was genau steht denn dort rum? Lauter Zeug, dass ich nicht verwende, weil der Mac is sowieso mobil. Junge, junge… hmmmm… jetzt hast du mir wiedermal einen Floh ins Ohr gesetzt.

    Vielleicht werde ich dann endlich meine Schmerzen los. Die sind chronisch. Stell dir vor, ich habe einen Rückentrainer, damit es besser wird. Er trainiert mich, um die Wirbelsäule endlich wieder zu begradigen.

    Und ich schreibe darüber in seinem Blog. Wenn du erlaubst, poste ich den Link, falls jemand neugierig ist: http://www.einfach-natuerlich-aufrichten.at
    (Wie machen das im Tauschgeschäft – jfi – und es ist kein PR-Auftrag)

    Vielleicht wird das das nächste Kapitel: „Der Tag an dem ich meinen Schreibtisch entsorgte.“

    Oh Mann, wie geht das alles weiter?!
    DANKE MARKUS!

  14. Genialer Artikel mal wieder 🙂
    Allerdings muss ich ein bisschen widersprechen: sitzen ist ausgesprochen gesund, solange Du auf dem Fahrrad oder Pferd sitzt 😀
    Even better than a saddle chair is a real saddle 😉
    Aber: wer sein Rad liebt, der schiebt. Und wer sein Pferd liebt, der führt 😉

    Besonders gut gefällt mir der GEdanke, dass es ohne Schreibtisch keinen überfüllten Schreibtisch mehr gibt. Die Frage ist nur, wo ich das Zeug dann staple? Dummerweise bin ich lieber draussen bei den Pferden, als den Papierkram zu erledigen.
    Wird fleissig geteilt, Dein Artikel….die Bildchen sind echt cool!

    Einen schönen Tag allerseits, Beate

    • danke beate für die unterstützung und ein sattel mit einem laptop ständer wär doch eine echte marktlücke 😉
      lg m

  15. Genialer Artikel. Ich habe meien Schreibtisch bei der letzten Renovierung entsorgt, und seitdem habe ich auch gar keinen Platz mehr mir wieder einen neuen zu ins Wohnzimmer zu stellen.
    An ein Laptopstativ habe ich auch schon gedacht. Allerdings wird es wohl eine Umstellung werden, im stehen zu schreiben. Ich merke schon, dass ich ungerne lange stehe und immer der Meinung bin sitzen zu müssen. Liegt wohl daran das ich das jahrelang übermäßig getan habe.

  16. Hallo Markus,

    ja die Idee beschäftigt mich auch seit einigen Wochen, denn im Sitzen stagniert einfach alles. Dein Artikel bringt mir wieder neue Motivation, jetzt endlich meinen schweren und zu grossen Arbeitstisch durch einen schlanken Stehtisch zu ersetzen.
    In USA sind nicht nur Steharbeitstische schon länger bekannt und beliebt – sondern zunehmend sogar das Arbeiten im Laufen, sprich mit Laufband unterm Pult.
    Die logische Konsequenz aus der Erkenntnis, dass es sich im Laufen besser, flüssiger und kreativer denkt 🙂

    Lieben Gruss!
    Sandra

  17. Einmal davon abgesehen, dass ich in diesen Newslettern solche reißerischen Artikel nicht gewohnt bin, misstraue ich dem „Alleinseeligmachendem“, wenn es um den Körper geht.

    Das ganze Gewicht nun auf zwei Füße zu verlagern, ist entwicklungshistorisch allerdings wenig zu begründen. Dafür sind die Menschen zu verschieden. Die Statik wird von mehreren Faktoren beeinflusst, so auch von dem eigenen Schwerpunkt. Die Länge der Beine macht da schon sehr viel aus (schon mit bloßem Auge zu erkennen). Menschen mit einem höheren Schwerpunkt ermüden einfach schneller beim Stehen. Was auch wieder logisch ist.

    Natürlich finde ich es cool, den Schreibtisch zu entsorgen und am Stehpult zu arbeiten. Oder, noch cooler, den Laptop auf ein Stativ zu stellen. Aber davon den ultimativen Gesundheitsappell abzuleiten, finde ich eher gewagt.

  18. Servus
    Also ich kann aus meiner Sicht nicht direkt sagen , wie mühsam es ist , Tag für Tag 7 – 9 Stunden nur zu sitzen. Da ich ja Koch bin (war) schaute es bei mir genau anders herum aus und mein Tag bestand aus mind. 10 – 12 Stunden nur stehen teils ohne große Bewegung. Das ist natürlich auf Dauer auch nicht förderlich.
    Ich denke , man sollte all die Dinge im stehen , in der Bewegung oder eben in bequemen zustand machen , die keine sitzende Haltung an einen Bürotisch verlangen.
    Nicht alles kann man im stehen machen und nicht alles sollte man im stehen machen.
    Essen zbsp sollte man aus gesundheitlichen Gründen in Ruhe und im sitzen machen.
    Gut das wollt ich noch los werden
    Jetzt heißt es für mich Essen machen und

    Lasst es euch Schmecken

    • ja definitiv ist es die abwechslung, wie in einigen anderen kommentaren auch schon angemerkt. so setze ich das auch um.
      Lass es dir gut gehen!

  19. Hallo Markus,

    Allein stellt sich mir die Frage wohin mit meinem ach so schönen 27″ Apple Display? Wen ich des beim Tippen heben müsst, hab ich ganz schnell was am Rücken.

    Nichts desto trotz find es wichtig für genügen Bewegung zu sorgen. Und wenn es für einen funktioniert dann auch Stehpult. Aber ich schmeiß meinen Schreibtisch nicht weg.

    Liebe Grüße
    Andi

  20. Das ist der beste Artikel, den du je gemacht hast: dazu kann man nur sagen „legendär“!
    Nicht nur für die Produktivität – auch für die Gesundheit.
    Sollte ab morgen früh 09:00 in jedem Büro zur Pflicht werden.
    Das ultimative „Betriebliche Gesundheitsmanagement“ – bin fassungslos wie einfach und dennoch genial diese Idee ist!

    • die Friseurinnen und Verkäuferinnen unter uns werden sich aber an den Kopf greifen, wenn das heißen sollte, 8 bis 9 Stunden nur zu stehen!

    • oops, war vielleicht ein bisschen missverständlich ausgedrückt 🙂

      ich meine, dass Personen, die den ganzen Tag im Stehen arbeiten, nicht gerade ein Vorbild sein sollten
      ist auch nicht so gesund
      die Abwechslung ist wichtig!

  21. Hallo Markus und alle andern Steherwilligen,
    finde ich bewundernswert und genial die Idee. Danke.

    Mein liebster Arbeitsplatz ist aber das Bett.
    Stehen na ja. NIcht meine Leidenschaft.

    Dazu hab ich noch einen interessanten Tipp. Ein Kybounder zum dynamischen Stehen. Minimatte aus speziellem Material. Super. Wie das Leben so spielt hab ich es, aber …. vernachlässigt.

    So jetzt hast Du es geschafft, habe es wieder hervor geholt. Schreibe dies nun im Stehen. Es gibt nichts gutes, ausser man tut es. 🙂
    Sieh aber selbst: http://www.kybun.at/produkte-verkauf/kybun-produkte/kybounder.html

  22. Klasse Markus!
    Ich kenne da einen Steuerberater und Anwalt in Berlin. Ein eigenwilliger und sehr kreativer Typ Mensch. Bei ihm im Homeoffice habe ich bereits in 2006 einen höhenverstellbaren Schreibtisch gesehen. Fand ich klasse!

    Er hat ein höhenverstellbares System von IKEA gekauft und darauf eine eigene Tischplatte montiert. IKEA hat da ja nur gepresstes Holzzeugs…

    In meinem nächsten Homeoffice (ab 8/2014) werde ich mir auch so ein Teil zulegen und überwiegend im Stehen arbeiten…
    …obwohl, seitdem ich meinen Hund „Jagger“ habe, bin ich eh viel viel mehr in Bewegung. Entweder am Strand, Olivenhainen oder im Wald.
    Bin also schon sehr sehr lange raus aus dem, was Du so Hamsterrad nennst.

    Lass es Dir auch gutgehen und sei herzlich von der Ägäisküste gegrüßt
    Holger

  23. Was für ein Zufall – Erst gestern hab ich auch meinen Schreibtisch abgebaut! Ich habe mich in letzter Zeit ständig ertappt, dass ich lieber an anderen Orten arbeite und oft den Platz wechsle, als am Schreibtisch zu sitzen. Bei schönen Wetter draußen, zwischendrin kann ich dann hin und wieder ein paar Meter laufen und hab sofort wieder meine Energiereserven aufgetankt. Aber auch drinnen hab ich das selbe festgestellt. Auch wenn ich stetig versuche den Schreibtisch frei zu halten, es dauert ein paar Tage/Wochen und es liegt wieder so einiges unnütze auf dem Schreibtisch.

    Ich habe gestern Abend für michz gesagt – Schluss damit und meinen Schreibtisch vorerst mal in den Keller verbannt. Die Idee mit dem Laptopstativ ist genial – Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße aus Nürnberg
    Florian

  24. Haha, ich habe meinen Schreibtisch letzte Woche entsorgt :=))) sowie meine restlichen Möbel auch. Zurück zum Wesentlichen, und ich kann sagen, es fühlt sich toll an.
    Und auch ich denke, kreiere und visoniere immer wenn ich in Bewegung bin, oder zumindest stehe, wie z.B. beim spülen … und ich habe immer ein kleines Büchlein und Stift dabei, da bin ich altmodisch.
    Grüße
    Ute

  25. Coole Sache!

    Ich arbeite auch teilweise im Stehen und habe das Gefühl, dass ich dann sogar besser und kreativer denken kann.

    Weiter so!

    Ben

  26. Ja, ich kann dem ganzen nur zustimmen. Gerade in der Praxis finden sich viele körperliche Beschwerden, die durch regelmäßige Bewegung vermieden werden könnten. Oder eben durch das miminieren der Zeit im Sitzen…. insofern ein sehr sehr guter Artikel, der mir aus der Seele spricht!

  27. Hallo Markus,

    vielen Dank für den super Artikel!

    Ich hatte schonmal darüber nachgedacht im Stehen zu arbeiten, es aber dann aus praktischen Gründen verworfen.

    Dein Artikel hat die Idee wieder hervorgerufen und ich stehe gerade vor meinem Laptop während ich diesen Kommentar schreibe. Das Gefühl ist tatsächlich ziemlich befreiend und die Arbeit geht gut von der Hand!

    Beste Grüße

    Stefan

  28. Hallo Markus, interessanter Artikel! Der Notebookständer erinnert mich stark an einen Notenständer, den man bereits für die Hälfte des Geldes haben kann – werde das mal ausprobieren, vielleicht funktioniert das ja ebenso. Wenigstens zum Schreiben Blogartikeln und Ähnliches werde ich es mal ausprobieren. Das viele Sitzen geht mir nämlich auch gegen den Strich.
    Danke für diese Inspiration!

    • ein notenständer wäre ein wenig instabil denke ich! lass uns teilhaben wie es dir damit geht
      Lass es dir gut gehen!
      m

      • Also ich habe jetzt seit etwa vier Wochen einen stabilen Notenständer in Gebraucht klappt super! Allerdings ist er dem „großen Laptop“ nur bedingt nutzbar, weil er tatsächlich ein bisschen instabil wird (ich glaube, er ist offiziell bis 2 kg belastbar). Aber im Stehen arbeite ich meistens mit dem Netbook, das ist kein Problem. Danke nochmal für den Tipp!

  29. Hallo Markus, das ist eine GENIALE Idee!!
    Das mit den Kreuzschmerzen kenn ich sehr gut 🙁

    Der Schreibtisch dient der Verwaltung – erinnert mich an die Beamten- und Ärmelschonerzeit :-))

    Doch leider hab ich einen Stand-PC… und wie der Name schon sagt: der steht eben auf dem Schreibtisch, so wie der Drucker auch… hm….

    was mach ich da bloß?
    Liebe Grüße – Christine N.

  30. Hallo Markus,

    ich liebäugle schon seit Deinem Artikel mit eine Steharbeitsplatz, habe aber leider noch immer keinen. Warum? Weil ich mich leicht für was begeistere und es dann doch in der Ecke landet. Dann ärgere ich mich, dass ich dafür viel Geld ausgegeben habe.

    Also habe ich nach Wegen gesucht, um das Arbeiten im Stehen auszuprobieren. Heute habe ich eine Lösung gefunden und meinen persönlichen Test gestartet: Mit einem BÜGELBRETT 🙂

    Genau, mein Bügelbrett hat noch etwas Fläche rechts und links für Maus, Notizen & Co. Mein Laptop passt standsicher drauf und ich brauche nicht zu fürchten, dass er runterfällt. Ich kann die Höhe gut für mich verstellen. Ich brauche -vorerst- keine teure Anschaffung tätigen. Ich kann es hinstellen, wohin ich möchte (OK, es ist etwas breiter, aber damit komme ich klar).

    Die ersten Stunden stehend arbeiten sind schon super. Wenn ich es auch noch in 3 Wochen gut finde, hole ich mir „was Gscheites“ und baue um.

    Nochmals herzlichen Dank für Deinen Artikel!
    Liebe Grüße aus Hamburg -Astrid

    • Es is so cool, dass du das probierst, Astrid. Ich selbst hab daran gedacht, aber verworfen. Ich sollte es auch testen. Hab schon mal bei einer Wohnungsparty auf einem Bügelbrett aufgelegt. Laptop, Maus, Soundkarte alles hatte Platz.
      LG Tali

      • Noch bin ich von meinem Bügelbrett-Selbstversuch überzeugt. Und zwar so sehr, dass ich noch gar nicht weiß, ob ich mir wirklich einen richtigen Schreibpult zulegen mag.
        Die Vorteile:
        – ich kann ohne Skrupel auch im Wohnzimmer arbeiten (schließlich bügel ich auch dort)
        – ich kann auch sonst überall damit hin
        – es ist schmal zusammenklappbar
        – es hat eine große Arbeitsfläche
        – es ist super stabil

        Ob mein Provisorium zur Dauerlösung wird? Schau ma mal.
        Auf jeden Fall wird es dazu einen Artikel auf meinem Blog geben…

    • Torsten, genau das Frage ich mich auch und tippe auf ein papierloses Büro.

      Ich bin selbst ebenfalls ein großer Freund vom höhenverstellbaren Schreibtisch und arbeite auch am liebsten im Stehen. Aber man braucht um effektiv zu bleiben definitiv Arbeitsfläche. Daher sehe ich den Notebookständer eher kritisch.

      Papierloses arbeiten mag zwar gehen, aber zu 100% ist das leider nicht immer möglich.

      Dann ist ein Notebook, auch wenns von Apple ist, für mich persönlich KEIN Arbeitsmittel über einen längeren Zeitraum. Mit nur einem Display zu arbeiten ist einfach uneffektiv. 2 große Displays sind Pflicht (zumindest für mich als ITler)! Derzeit habe ich 3 22″ Monitore an meiner Arbeitsstation und das ist sehr geschmeidiges arbeiten 😉

      Nochmal zum Thema Notebook: Ohne Maus zu arbeiten, ist auch eher Fluch als Segen. Ich persönlich empfinde die Fingerhaltung auf einem Trackpad als extrem schrecklich.

      Mein Tipp: holt euch einen kurbelbaren höhenverstellbaren Tisch (kostet 1/3 weniger) und lasst ihn dauerhaft auf der richtigen Höhe =)

  31. Ein toller Bericht. Auch ich sitze in so einem Job, in dem ich 8 Stunden am Schreibtisch sitzen muss..Aber ich gestalte meine Freizeit dafür sehr aktiv (Sport – ohne geht es gar nicht mehr^^) und in der Mittagspause gehe ich zum Ausgleich spazieren. Es ist nicht viel, was ich während der Arbeitszeit machen kann, aber dafür nach der Arbeit!

    LG

  32. Danke für die tolle Idee mit dem Stehpult. Sie hat mich inspiriert, meinen stabilen Notenständer umzubauen. Den kann ich jetzt überall hinstellen, wo ich arbeiten möchte.

  33. Allerdings ist das alleinige Stehen genau so wenig zu empfehlen wie das andauernden Sitzen!

    Bei reinen Steharbeitsplätzen reichen die Beschwerden von Muskel- und Gelenkproblemen über den Kreislauf bis hin zu Krampfadern.
    (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/arbeiten-im-stehen-muskeltraining-fuer-den-job-a-873287.html)

    Gemäß den Empfehlungen der Schweizerischen Unfallversicherungsansalt Gesundheitsschutz (SUVA) kann folgende Faustregel herangezogen werden: 60 Prozent dynamisches Sitzen, 30 Prozent Arbeiten im Stehen und 10 Prozent geziehltes Umhergehen (Wege zum Kopierer, Botengänge, etc. (http://www.buero-forum.de/de/ergonomie/sitzen-und-stehen/steh-sitz-dynamik/)

  34. Lieber Markus,

    seit Jahren habe ich ein Stehpult. Weil ich vor vielen Jahren einen
    Kunden traf, der nur am Schreibtisch oder im Herumspazieren verhandelt: Er sagte mir: „An einen Schreibtisch kann ich nichts verkaufen!“

    Sofort begriff ich diese Wahrheit, ich kann zwar telefonisch alles verkaufen,
    Gleich am nächsten morgen, entsorgte ich meinen Schreibtisch. Was war das Ergebnis. Mehr Lebensfreude, Lebenslust und Spass ist es dabei einen Menschen persönlich in die Augen zu schauen, ihn anszutrahlen, ihn spüren und vor allem wissen, man tut ihm etwas Gutes. Dies mache ich seit Jahrzehnten.

    Was passiert dadurch: „Ganz einfach, man kann eine Leidenschaft seinesgleichen entwickeln. Man handelt begeistert, kann Gefühle übertragen, spontan sein und phantastische Ergebnisse erzielen!“

    Es hat nur positive Auswirkungen aufs Leben.

    Dir weiterhin alles Gute und hilf den Menschen über sich nachzudenken.
    „Das Leben ändert sich, wenn wir uns ändern!“

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