Was du mit Sicherheit ganz am Ende bedauern wirst…

Heute ist Montag. Ein Tag, der für viele schnell vorbei gehen sollte. Am besten wäre es, wenn schon wieder Wochenende wäre. Am besten wäre es, wenn die Woche schon wieder vorbei wäre. Vermutlich ist dir dieser Gedanke schon das eine oder andere Mal durch deinen Kopf geschossen. Was du aber im Hamsterrad gerne vergisst: Das ganze ist schneller vorbei als du denkst.

Bronnie Ware, eine Krankenschwester hat mit Sterbenden gesprochen und ein Buch darüber geschrieben. Es gibt 5 Aussagen, die immer wieder ausgesprochen werden und die Menschen am Ende ihres Lebens am meisten bedauern. Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, hatte ich Gänsehaut: Die Dinge, die Sterbende bedauern, könnten gleichzeitig die goldenen Gesetze unserer kleinen Rebellion gegen das Hamsterrad sein:

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir im Leben stets treu zu sein und nicht das Leben zu leben, das andere von mir erwarten

Ein Satz, der wachrüttelt. Mein Lieblingszitat “Die Erwartungen anderer sind die Erwartungen anderer” spiegelt sich hier wieder. Offenbar wissen Sterbende eines: Wir leben nicht unser Leben, sondern wir sind wie eine Flipperkugel und werden innerhalb unserer Grenzen hin und her geschossen.

Höre auf dich. Sei treu zu dir.
Tu das was du liebst. Folge deiner Leidenschaft.

 

2. Ich wünschte, ich hätte nicht soviel gearbeitet.

Am Ende des Lebens bedauert keiner, zuwenig Zeit im Büro verbracht zu haben. Tatsache ist, dass wir es nur als “zu viel arbeiten” sehen, wenn die Arbeit für uns keine Bedeutung hat. Nur dann wird es als anstrengend und stressig empfunden.

Tu etwas, was für dich Bedeutung hat. Erschaffe etwas.
Unterstütze andere. Erfülle dein Leben mit Sinn.

 

3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt meine Gefühle auszudrücken.

Meine Blogartikel enden stets mit einem P.S.: “Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.”: Sag was du willst und sag genauso was du nicht willst. Wer ja sagt und nein meint, hat ein Problem.

Sprich aus, was dir wichtig ist. Sprich aus, was dich bewegt.
Steh zu deinen Gefühlen. Sie sind das Echteste, was du hast.

 

4. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit mit meinen Freunden verbracht

Ich habe keine Zeit heißt im Klartext: “Es ist mir nicht wichtig genug.” Die Zeit mit unseren Liebsten ist mit nichts aufzuwiegen. Mit Nichts. Null. Nada. Kein Auto, kein Haus, kein neuer Job, kein Paar Schuhe, keine Gehaltserhöhung, kein noch so großer Erfolg kann der Zeit mit Partner, Familie und Freunde das Wasser reichen.

Nimm dir Zeit für andere Menschen. Setze Prioritäten.
Wende dich vom “Alleine etwas haben” zu “Zusammen etwas tun”.

 

5. Ich wünschte, ich hatte es zugelassen, glücklich zu sein.

“Lass es dir gut gehen” ist der Satz, der jeden Artikel bei mir beendet. Ich bin (mit viel Bedauern) von einem überzeugt: Wir haben es aberzogen bekommen, es uns gut gehen zu lassen. Selten zufrieden, immer mehr wollend, stets auf die Anderen schielend und auf Dankbarkeit vergessend bist du im Hamsterrad stets mit vielen Dingen beschäftigt. Aber nicht damit es dir gut gehen zu lassen.

Lass es zu, dass dein Leben gut zu dir ist.
Schau dich um und schätze jede Sekunde, die du hast.
Sie kommt nicht wieder.


Lass es dir gut gehen.

Markus Unterschrift

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.
P.P.S: Ich danke meinem Blogger-Kollegen Holger Grethe von zendepot.de, das er mich in unserer Facebook-Gruppe "Lass es dir gut gehen" auf das Buch von Bronnie Ware: The Top Five Regrets of the Dying: A Life Transformed by the Dearly Departing" aufmerksam gemacht hat.

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31 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Markus,

    danke Dir für diesen inspirierenden Artikel!
    Ein ähnliches Bedauern habe ich in vielen Geschichten der Kranken, während meiner Zivildienstzeit in Klinikum, erfahren und gehört.

    TUE WAS DU LIEBST UND LIEBE WAS DU TUST!

  2. Hallo Markus,

    schön dass mir Deine Seiten (über den Podcast) zugefallen sind. Das mit dem “MONTAG” kenne ich nur zu gut.
    Ich freue mich schon jetztauf den Inhalt, den ich gerade ausdrucke und möglicherweise gleich heute abend studieren werde.

    Lieben Gruß und Danke!

    Herbert

  3. Lieber Markus,

    im schnellen Scannen der Bloglandschaft bin ich auf deine Seite gestoßen. Sehr gelungen – und ein richtiges, und wichtiges Statement in der heutigen Zeit.

    Und diesen Beitrag finde ich so gelungen, dass ich ihn bereits an mein Netzwerk als Denkanstoß für die neue Woche weitergeleitet habe.

  4. Lieber Markus,
    Du sprichst mir aus dem Herzen! Das sind genau die fünf Themen, die am Lebensende im Vordergrund stehen. Da hilft nur eins: rechtzeitig die richtigen Weichen stellen.
    Dein Blog ist da genau richtig! Rückgrad stärken, Alternativen finden.

  5. “Endlich Montag!” Denn dann sind die anderen auf Arbeit und es herrscht kein Gedrängel =)
    Bonnie hat im übrigen so recht, Ihr Buch gehört auf jedes gut sortierte Nachtkastel…

    glG

  6. Hey Markus,

    ein toller Artikel! Er zeigt ganz deutlich, dass es am Ende immer auf das Gleiche herausläuft. Es wird viel zu viel Zeit vergeudet. Man sollte wirklich versuchen jeden Tag das Beste aus dem Leben zu machen. Jede Minute ist wertvoll!

    LG Gaby

  7. Ich wurde auf diese Seite geführt und habe den Artikel gelesen, mit laufendem Kopfnicken.

    Vielen Dank für diesen inspirierenden Text. Mögen sich noch viele Menschen hierherführen lassen.
    Wie oft nimmt man an Veranstaltungen teil, an denen man eigentlich gar nicht sein möchte, tut es aber, weil man niemanden verletzen möchte. Wie oft im Leben macht man “Gute Mine zum bösen Spiel” um den Frieden zu bewahren. Doch wessen Frieden ist es… es ist der Friede anderer… So oft im Leben verleugnet man sich selbst, betrügt sich selbst und verlebte Zeit, die man hätte gern anders verbracht, wenn man selbst gewählt hätte.
    Dennoch habe ich im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass das Schöne am älter werden genau diese Bewusstwerdung ist. (Wenn man sie denn dann auch befolgt) Ich musste fast 50 Jahre werden um sagen zu dürfen: Ich umgebe mich nur noch mit Menschen, mit denen ich mich wohlfühle. Es kann sein, dass sogenannte Freunde sich plötzlich zurückziehen, weil sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen… Es kann sein, dass man plötzlich als “komisch” bezeichnet wird, denn man spielt nicht mehr die Rolle die andere gern gesehen hätten… oder aber andere denken “die hat wohl Probleme mit der Menopause, oder bei Männern die Midlife-Crisis…. Egal was andere denken… Macht nichts! Man segnet sie und lässt sie ziehen. Hauptsache man selbst fühlt sich wohl dabei.

    Ich wünschte, dieses Bewusstsein schon viel früher gehabt zu haben…. ich wünschte, dass junge Menschen heute dieses Bewusstsein früher erlangen… vielleicht tragen Menschen wie Markus und viele andere, die sich hier dazu äußern, dazu bei!

    Lasst es euch allen gut gehen! (Wenn ich so zitieren darf)

    Herzliche Grüße Co

  8. Hallo Marcus,

    immer wieder inspirierst Du mich weiter an mir zu arbeiten. Über mich und mein Leben nachzudenken. Ich danke Dir sehr, dass Du Dir die Zeit nimmst solche Denkanstöße den Menschen zu geben.

    Viele Grüße aus Lübeck

  9. Lieber Markus,

    Dein Job ist wirklich eine sehr grosse Bereicherung für mich…., und auch wenn ich den Schritt aus dem Hamsterrad noch nicht ganz gewagt habe, rücke ich immer näher an mein erklärtes Ziel. Die Vorbereitungen laufen auf jeden Fall schon auf Hochtouren für das Projekt “Tue, was Du liebst”! :-)

    In jedem Falle war dieser Artikel an diesem Montagmorgen wieder genau passend.

    Und ich werde Deinen Blog weiterhin aufmerksam verfolgen, denn er gibt mir immer wieder das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin….!

    Liebe Grüße,
    Dominique

  10. Hallo Markus,

    ich habe hier einen aktuellen Artikel in einem Wissenschafts-Portal gefunden, der, wie ich meine, recht gut zu Deiner Thematik passt. Kannst es Dir ja mal zu Deiner persönlichen Inspiration angucken, ohne diesen Kommentar deswegen unbedingt freischalten zu müssen ;-)

    Quelle:
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16259-2013-06-14.html

    Titel des Artikels:
    Egoismus macht nicht glücklich
    Selbstloses Handeln verbessert das Wohlergehen

    Zitat aus diesem Artikel:
    „Nach aristotelischer Ethik zeichnet sich ein gutes und glückliches Leben durch Tätigkeiten aus, die um ihrer selbst willen vollbracht werden – weil man sie für eine gute Sache hält.“

    Mit lieben Grüßen von Frau N.

  11. Hallo Markus,

    ich finde es klasse, dass du auf dieses Buch aufmerksam machst. Ist wirklich eine spitzen Sache, die man sich einfach mal häufiger in’s Bewusstsein rufen sollte. Aber in der Zeit der unendlichen Ablenkungen und eben des ‘Hamsterrads’ ist das nicht immer einfach.

    Also: Keep going!
    Viele Grüße,
    Dennis

  12. Hallo Markus,

    danke für diesen TOP Artikel.

    Dazu habe ich auch ein sehr gutes Buch gelesen:

    Die fünf Geheimnisse,
    die Sie entdecken sollten,
    bevor Sie sterben.

    von John Izzo

    Herzliche Grüße
    Norbert

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