Du hast ein Small Business und somit alles andere im Kopf als einen Bloggen-Crashkurs. Denn du hast echt eine Menge zu tun. Ein Business braucht viel Zeit, damit alles läuft: Neukunden akquirieren, Kunden betreuen, Daily Business, Finanzen, Marketing, Administratives, eventuelle Personalangelegenheiten und noch hunderttausend andere Sachen, mit denen Sie sich als Selbständiger herumschlagen müssen. Und da ist natürlich der erste Gedanke:

„Bloggen? Einmal pro Woche hinsetzen, recherchieren, schreiben, verbreiten etc.? Da habe ich wirklich Wichtigeres zu tun. Das ist was für Menschen, die zu viel Zeit haben. Und außerdem: “Was soll denn das bringen?“ Und: “Wo gibt’s den einen Bloggen-Crashkurs?”

Vielleicht verdeutlicht ein Beispiel das Ganze ein wenig besser:

Webseite ohne Blog

Du bist Coach oder Trainer und möchtest mit deiner Webseite deine Workshops oder Einzelsitzungen verkaufen. Du lässt dir eine schöne Webseite programmieren, schreibst Texte, machst Fotos, überlegst dir die Preise, lässt ein wenig Suchmaschinenoptimierung machen, gründest eine Facebook-Seite, verbreitest deine Inhalte via Social Media, schaltest Google Adwords etc. Du machst alles richtig nach Lehrbuch. Aber irgendwie bleiben die Menschen auf deiner Website aus oder sie kaufen nicht, klicken nicht dorthin, wo sie es sollen und sind dann weg für immer.

Es könnte daran liegen, dass sie dich nicht kennen. Du bist online irgendwer. Und nicht nur, dass sie dich nicht kennen, sie glauben dir nicht, dass du ihr Problem lösen kannst. Sie haben keinerlei Vertrauen in dich und deine Dienstleistung.

Versetze dich in die Lage Ihrer potenziellen Kunden. Du kommst auf eine wildfremde Webseite, wo dir jemand tausende Dinge verspricht.

Glaubst du das? Buchst du? Kaufst du?

Als Gegenbeispiel nun die Webseite mit Blog mit gleicher Ausgangslage

Du wirst dir klar, was deine Kernaussagen sind, was dein Publikum braucht, und du weißt, dass du dazu viel zu sagen hast und die Probleme deiner Leser damit lösen kannst.

Du beginnst, regelmäßig Artikel zu schreiben, die Menschen weiterhelfen und wirklichen Nutzen haben für Ihre Leser. Und nach bereits kurzer Zeit passiert etwas Spannendes: Menschen beginnen zu verstehen, was du tust. Sie lesen deine Artikel, sie kommentieren, sie teilen diese auf Social Media. Sie lernen dich und dein Business kennen, was du machst, wofür du stehst und vor allem, dass du in diesem ganz bestimmten Bereich wirklich etwas zu sagen hast.

Deine Leser und bald auch Kunden beginnen, Vertrauen aufzubauen. Du behauptest nicht “Ich KANN das für dich tun” sondern Sie TUN es. Regelmäßig. Mit jedem einzelnen Artikel. (Übrigens: Wenn du keinen Plan hast, wie man mit WordPress einen eigenen Blog aufbaut, dann findest du hier genau das richtige zum Starten*)

Du verstehst jetzt bereits, dass es nun bei weitem einfacher ist, mit diesem (selbst aufgebauten) Expertenstatus ihre Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Du brauchst nämlich niemanden mehr zu überzeugen. Dein Publikum kennt deine Kompetenz bereits.

Bloggen ist somit keine blöde Idee und weil mir ja für dich Zeit sparen auf meine Fahnen geheftet habe, hier mal schnell Ideen für Blogartikel und eine Checkliste was so alles zu einem perfekten Artikel dazu gehört.

Damit du dich dann schnell wieder Business machen kannst. Und wenn du am bloggen gefallen findest, dann eben weiter machen mit dem Bloggen-Crashkurs.

Was also tun, wenn du keine Ideen für Artikel hast? Die Lösung ist einfach: Du ziehst dir die folgende Liste mit Ideen für Blogartikel rein. Danach weißt du was du tun sollst. Und zwar (wenn du möchtest) monatelang.

(Die Liste ist thematisch nicht geordnet, weil ich für das Ordnen meiner Gedanken und der Research-Ergebnis mehr Zeit hätte aufbringen müssen, als für das Schreiben dieses Artikels. Und weil ich denke, dass eine thematische Gliederung keinen Sinn macht, weil diese immer subjektiv und daher für andere unbefriedigend ist.

HIER KANNST DU MEINE 77 BLOGARTIKEL-IDEEN DOWNLOADEN

Und nun zum Bloggen-Crashkurs, weil schreiben ist ja nur die halbe Miete.

Erst letztens habe ich mit einem Bekannten geplaudert und ihm erzählt, dass ich blogge.

Viele Fragen entwickelten sich und eine spannende Diskussion entstand. Am Ende des Abends erwähnte ich, dass der morgige Artikel noch nicht fertig sei und ich das noch am Abend erledigen werde.

“Wie? Du hast den Artikel für morgen noch nicht geschrieben”, fragte er erstaunt.

“Na da hast du ja noch einiges vor dir heute”, sah er mich ein wenig mitleidig an.

“Nein, geschrieben ist der Artikel schon”, kam meine Antwort. Er sah mich wirklich verdutzt an.

Mit der Stirn voller Falten fragte er mich:

“Ja aber wenn der Artikel ohnehin schon geschrieben ist, was musst du dann noch tun”?

Und genau hier wird klar, dass BLOGGEN mehr ist, als Artikel schreiben.

Viel mehr. Ich kann mich gut erinnern, als ich begonnen habe und ich immer in einer anderen Reihenfolge meine ToDo’s bei der Veröffentlichung von Artikeln abarbeitete. Das führte dazu, dass ich manchmal auf etwas vergessen habe, manchmal doppelt so lange gebraucht habe und manchmal nachträglich meine eigenen Fehler bereinigen musste.

Dann aber hat sich bei mir ein Workflow eingestellt, ein Ablauf, der Schritt für Schritt durchgegangen wird. Diese Blogartikel-Checkliste erleichtert mir mein Blogger-Leben erheblich.

Die folgende Aufzählung (also quasi ein Bloggen-Crashkurs) behauptet nicht vollständig zu sein. Bloggen ist einfach so vielschichtig, dass es die endgültige Checkliste nicht gibt.

Aber es gibt Leitlinien, die Anfängern helfen, effektiv zu BLOGGEN und auch bereits etablierten Blogger vielleicht den einen oder anderen Schritt wieder in Erinnerung rufen. Ein Bloggen-Crashkurs für Anfänger und Fortgeschrittene also.

Redaktionsplan

Bei mir beginnt es mit einem regelmäßigen Check des Redaktionsplanes in Abstimmung mit meinen Statistiken. Hier stelle ich mir die Frage, ob ich auf Kurs bin und bleibe oder überdenke meine Themen für die nächsten Wochen.

Intention und Nutzen

Bevor ich einen Artikel schreibe, definiere ich die Intention, die ich damit habe und was der Leser davon haben soll. Dadurch stelle ich sicher nicht einfach nur darauf los zu schreiben. Also die einfachen Fragen: Warum will ich diesen Artikel schreiben und was hat der Leser davon?

Artikelformat

List-Post, Round-up-Post, & Co: Ich definiere als nächstes, welches Format der Artikel haben wird und was ich dafür brauche (Research, Videos, ein Produkt, einen Interview-Partner, etc.) Ich stelle damit auch sicher, dass ich immer wieder das gleiche Artikel-Format wähle.

Headline

Die Headline ist prinzipiell meine Basis. Ich habe die Headline immer ausformuliert bevor ein Wort geschrieben ist. Diese Technik ist nicht allgemeingültig. Viele schwören auf den umgekehrten Weg.

Wichtig ist einfach, dass die Headline den Nutzen und die Intention wieder geben soll und nicht versprechen darf, was der Artikel nicht hält. Gute Tipps für Überschriften hat Vladimir vom Affenblog kürzlich beschrieben

Der Aufbau

Wie schon in “Wie du einen legendären Blogartikel schreibst aufgeführt, entscheide ich mich für eine Dramaturgie und denke an diese Struktur während ich schreibe.

Interne & externe Links

Sinnvollerweise hat jeder Artikel Verlinkungen. Einerseits zu eigenen Artikel, die thematisch dazu passen oder ergänzen, aber auch zu externen Quellen, wie andere Blogs oder Webseiten. Denke daran, dass der Leser nicht deinen Wissenstand hat und kümmere dich darum, dass er sich das Wissen über diese Links holen kann.

Die internen Links führen dazu, dass dein Leser länger auf deinem Blog bleibt, die externen können Blogger-Freunde auf dich aufmerksam machen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist auch, dass Google ausgehende Links sehr mag.

Kategorie

Ist der Artikel geschrieben und in WordPress eingefügt (nein, ich schreibe nicht direkt in WordPress sondern direkt in Scrivener, vergebe ich eine Kategorie. Das wird gerne vergessen. Ich spreche dabei aus Erfahrung 😉

Bilder

Dafür habe ich mir einen eigenen Workflow zurecht gelegt:

  • Ich suche die Bilder (Hauptbild/ Artikelbild)
  • Beschneide diese auf die korrekte Größe (abhängig vom jeweiligen WordPress-Theme)
  • Lege einen Foto-Effekt darüber (kleiner Designkniff, dadurch bekommen alle Fotos auf deinem Blog das gleiche Look & Feel und es sieht aus “wie aus einem Guss”)
  • Benenne die Fotos mit dem wichtigsten Wort des Artikels (eine der wenigen SEO-Sachen, die ich mache)
  • Und in den Artikel damit

Korrekturlesen

Einerseits habe ich das WordPress-Plugin “Jetpack” aktiviert, dass praktischerweise eine kleine Korrekturfunktion beinhaltet. Andererseits habe ich meine Lektorin, die vor der Veröffentlichung in WordPress direkt die Artikel zu lektoriert.

Darin bin ich einfach nicht gut und ich habe mich entschieden, das jemanden tun zu lassen, der (oder eigentlich die) das besser kann als ich.

Formatieren

Ein wichtiger Punkt, der gerne vernachlässigt wird. Ein Blogartikel muss anders strukturiert sein, als ein Artikel für die Zeitung oder ein Magazin.

Blogartikel haben viele kurze Absätze, viele Zwischenüberschriften, Aufzählungspunkte und Worte werden oft Fett oder Kursiv gesetzt.

All das fördert die Lesbarkeit. Denn auf dem Bildschirm lesen ist etwas anderes als ein Buch zu lesen.

Wenn Artikel in kleine Happen strukturiert werden und dabei noch gut formatiert sind, verlängert sich die Verweildauer deiner Leser erheblich.

Links checken

Alle Links, die in einem Artikel vorkommen müssen auf ihre korrekte Funktion überprüft werden. Das heißt: Jeden Link überprüfen und checken, ob er auch dorthin führt, wo er hin soll.

Zusätzlich leistet das Plug-in “Broken Link Checker” gute Dienste, da es dich informiert, wenn sich ein Link geändert hat oder nicht mehr existiert.

Denn du wirst in Kürze viele Artikel online haben. Und: Da kannst du selber nicht mehr überprüfen, ob alle Links aktuell sind.

Permalink vereinfachen

Der direkte Link zum Artikel sollte kurz sein und das wichtigste Wort des Artikels (schon wieder ein “Keyword”) beinhalten. Darauf wird oft vergessen. Hab ich früher auch. Früher.

Daraus resultieren unsinnige Links wie diese, die auch noch zusätzlich ein wenig fehlerhaft sind: https://www.markuscerenak.com/die-2-gesetze-des-hamsterrades-und-warum-sie-niemand-auffallen.html

Ok, doch ein wenig Suchmaschine

Ich habe ein kleines Textdokument zu jedem Artikel und auch zu jedem Podcast mit folgenden Elementen:

  • Headline
  • Zusammenfassung auf 160 Zeichen
  • 3-5 Keywords/Tags
  • Link zum Artikel
  • Link zum Artikelbild

Das erleichtert meinen Workflow erheblich.

Einerseits kann ich diese Informationen leicht in das “All in One SEO Pack” oder “WordPress SEO Plugin von Yoast” kopieren (zwei kostenlose Plugins, die deinen Blog für Google optimieren) und andererseits fungiert dieses Dokument auch gleichzeitig als Vorlage für den Newsletter.

Informieren der E-Mail Abonnenten

Jeder Artikel der veröffentlich wird, geht natürlich per E-Mail an die Abonnenten. Ich habe mich entschieden, nicht den ganzen Artikel auszusenden, sondern einen Teaser mit Verlinkung.

Vorsicht! Natürlich erst aussenden, wenn der Artikel veröffentlich ist.

Veröffentlichen

Entweder du veröffentlichst den Artikel sofort. Aber nur, wenn die obigen Punkte erledigt sind. Oder du planst ihn für einen späteren Zeitpunkt. Mach ein Gesetz daraus, niemals einen Artikel in den Status “in Planung” zu versetzen (also ein Veröffentlichungsdatum zu fixieren), wenn der Artikel nicht wirklich fix und fertig ist.

Ansonsten speichere den Artikel als “Entwurf“. Sonst werden eventuell halbfertige Artikel von WordPress automatisch veröffentlicht. Soll schon mal passiert sein…

Verbreitung

Nach der Veröffentlichung kümmere dich darum, dass der Artikel über Social Media und Co verbreitet wird.

Ok, ich gebe zu: Das ist mehr als ein Bloggen-Crashkurs aber ich denke, dass die Checkliste deinen Workflow merklich optimiert, einfacher und effektiver macht.

Zuletzt aktualisiert: 06.03.2017