7 x 7 x 7 – Die geheime Formel zum Produzieren digitaler Produkte

6

Digitale Produkte produzieren ist eine Herausforderung, egal wie umfangreich das Produkt ist. Ob du ein Mini-eBook produzierst oder einen großen Video-Kurs. Bei meinem ersten eKurs war ich zugegebenermaßen ziemlich überfordert. Es ging um einen Kurs, wie man einen erfolgreichen Blog startet (Nachfolger „Erfolgreich bloggen”) und das Planen und Strukturieren war für mich damals eine echte Challenge.

Vielleicht kennst du das: Du startest mit einer Idee für ein digitales Produkt, hast eine recht klare Vorstellung, was es werden soll.

Und dann sind die ersten Notizen gemacht und du kommst vom Hundertsten ins Tausendste und das Ganze ufert extrem aus und du verlierst den Mut, „so etwas Großes“ hinzubekommen.

Und du produzierst dieses digitale Produkt nie.

Oder du sitzt vor diesem weißen Blatt und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Irgendwie fällt es dir extrem schwer, eine Struktur zu finden. Du denkst dir „Ich bin eben nicht so der Planer und fange einmal an”.

Und du produzierst dieses digitale Produkt nie.

Ich habe in diesem Jahr 10 digitale Produkte (Video-Kurse, Hörbücher) produziert und ich weiß, dass es für dich einen Weg raus gibt. Schluss mit den Zeiten, wo du einfach nur Blogartikel schreibst, weil du dich über das digitale Produkt einfach nicht drüber traust.

Und ganz ehrlich: Da helfen auch keine „Du kannst das. Du schaffst das. Du kannst alles erreichen“-Parolen. Irgendwann muss mal Konkretes her.

Etwas, das dir wirklich hilft.

Deswegen stelle ich dir die “7 x 7 x 7-Formel zum Produzieren von digitalen Produkten” vor. Ich möchte dir das anhand eines Beispiels zeigen, nämlich aus meinem Produktportfolio.

Aktuell sind meine Produkte in zwei Säulen getrennt:

1) Produkte für Menschen, die noch im Hamsterrad sitzen und raus wollen, Berufung finden wollen und Motivation und Mut suchen.

2) Produkte für Menschen, die ein Lifestyle Business betreiben und gerade starten und bei dem einem oder anderem Thema nicht weiterkommen und konkrete Lösungen suchen.

Die Themen sind bei beiden Säulen breit gefächert, einfach so ein Produkt zu produzieren ist schwierig. Und ich weiß das nur zu gut, weil ich lange gebraucht habe, um das richtig zu machen.

Nehmen wir mal die Gruppe 2 (Produkte für dein Lifestyle Business) her und machen den ersten 7er-Schritt.

Die erste 7

Das Thema ist also Lifestyle Business. Diese Thema zerteile ich in 7 große Blöcke, die mir als die wichtigsten Elemente für ein erfolgreiches Lifestyle Business erscheinen:

  • Personal Branding
  • Content (Bloggen)
  • Lead Generation
  • E-Mail-Marketing
  • Social Media
  • Digitale Produkte entwickeln
  • Digitale Produkte verkaufen

O.k., auf dich umgelegt, egal auf welcher Ebene du beginnst (egal ob ganz oben wie ich gerade oder weiter unten), du schreibst mal die 7 wichtigsten Elemente auf, die dieses Thema oder Problem ausmachen.

Nein, du denkst nicht über Inhalte nach, sondern definierst die 7 Teile und schreibst sie als Überschrift auf 7 Blatt Papier.

Und bereits jetzt lächelst du vielleicht, weil du weißt, wie es weitergeht, und du gleichzeitig weißt, dass damit vieles für dich leichter wird.

Die zweite 7

Ich entscheide mich mal für den ersten Punkt „Personal Branding“. Und schreibe hier wieder die 7 wichtigsten Elemente auf. Ab hier denkst du aber ein wenig anders. Es geht nicht darum, welche 7 Teile die wichtigsten sind, sondern welche 7 Teile deinen Kunden am meisten weiterbringen. In meinem Personal-Branding-Produkt „Werde zur Marke“ habe ich das wie folgt getan:

  • Warum Personal Branding?
  • Kernaussagen
  • Sticky Marketing
  • Storytelling
  • Klischees
  • Columbo-Effekt
  • Selbstinszenierung

Diese 7 Elemente machen meine Art des Personal Branding aus und haben mir erheblich dabei geholfen, mein Business aufzubauen.

Für dich heißt das: Nimm eines der 7 Blätter Papier zur Hand und schreibe weitere 7 Punkte auf, die innerhalb dieses Themenbereichs wichtig sind. UND: Denke dabei stets an den Wissensstand und die Fähigkeiten deiner Kunden.

Jetzt bist du bereits einen erheblichen Schritt weiter, wenn es um die Konzeption deines digitalen Produktes geht.

Du kannst bei diesen Inhalten bereits einen Satz darunterschreiben, der ins Inhaltliche geht:

Warum Personal Branding?
Was ist der Nutzen von Personal Branding, warum soll man das eigentlich machen?

Kernaussagen
Finde die Kernbotschaften deines Business und wiederhole sie ständig.

Sticky Marketing
Entwickle Sticky-Marketing-Elemente, die dich unvergleichbar machen.

Storytelling
Erzähle deine Story und führe damit deine Kunden durch Prozesse zum Kauf.

Klischees
Setze Klischees bewusst ein, um deine Marke aufzubauen.

Columbo-Effekt
Arbeite mit dem Columbo-Effekt, um Vertrauen bei deinen Lesern und Kunden aufzubauen.

Selbstinszenierung
Erkenne und definiere, was du einsetzt, um dein Image aufzubauen oder zu festigen.

Du merkst, hab ich das getan, bin ich schon sehr weit. Und ganz ehrlich: So kannst du Produkte unglaublich schnell planen und hast einen festen Fahrplan, der dich auf Spur hält. Wir kommen zum letzten Schritt.

Die dritte 7

Du ahnst es bereits. Du nimmst einen der obigen Teile her und arbeitest die genauen Inhalte, also Kapitelüberschriften oder Video-Lektionen aus. Also nochmal 7 Teile der jeweiligen Überschrift und das digitale Produkt ist fertig geplant. Hier wieder meine Beispiele für den Kurs “Werde zur Marke”:

Kernaussagen

  • Was sind Kernaussagen?
  • Warum Kernaussagen?
  • Wie findest du deine Kernaussagen?
  • Wir formulierst du deine Kernaussagen?
  • Wie setzt du deine Kernaussagen ein?
  • Wie helfen dir deine Kernaussagen beim Geldverdienen?
  • Case Study: Das sind meine Kernaussagen

Ich verspreche dir, dass du noch nie so einfach und schnell eine perfekte Outline für jede Art von digitalem Produkt entwickelt hast. (ANMERKUNG: Einen Überblick zu möglichen Formen von digitalen Produkten findest du hier.)

Probiere es gleich aus. Und habe immer im Kopf, dass digitale Produkte zu produzieren ein Investment in dein Lifestyle Business ist. Denn wenn du vorhast, deine digitalen Produkte mit Hilfe von Automatisierungen zu verkaufen (so wie ich das tue), dann hilft dir ein breites Produktportfolio weiter, dieses Ziel schneller zu erreichen.

Dafür ist die 7 x 7 x 7-Formel die perfekte Basis.

6 Kommentare

  1. Hallo Markus,
    danke für diesen tollen Artikel! Bin gerade dabei mein erstes eBook zu schreiben – dazu ist dein aktueller Blogpost genial. Die einfachen Konzepte sind meist die besten.
    lg,
    Markus.

  2. Hey Markus,

    trifft sich gut, dass meine Lieblingszahl in der Volksschule immer 7 gewesen ist! 😉

    Hab dein Konzept großteils für meinen ersten Online-Kurs MENTALE STÄRKE angewendet und hab beim Konzept ein sehr gutes Gefühl. Danke, dass du die Info mit uns geteilt hast 🙂

    Best wishes,
    Chris von chrisgsellmann.at

Kommentiere den Artikel